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Fünf Vorschläge, die Agentur-Kunden Beziehung frisch zu halten

Im Grunde genommen ist es wie in jeder Beziehung. Wenn wir nicht in sie investieren, dann laufen wir Gefahr, dass sie zu Ende geht. Ob eine Freundschaft, eine Lebensgemeinschaft, die Mitgliedschaft in einem Sportteam oder eine Geschäftsbeziehung, wir müssen in guten Zeiten auf das emotionale Beziehungskonto einzahlen, damit wir in schwierigen Zeiten auch mal etwas „abheben“ oder das Konto sogar überziehen können.

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1. Wettbewerbe

Effektivitätswettbewerbe wie der Effie bieten Kunden und Agenturen, die Möglichkeit, Ihre gemeinsamen Arbeiten so aufzubereiten, dass sie (a) für die interne Schulung und (b) als Nachweis für den Erfolg eingesetzt werden können. Die Zusammenarbeit in gemischten Jurys (z.B. Effie, die Klappe) bietet den Teilnehmern neue Perspektiven und einen offenen und ehrlichen Erfahrungsaustausch. In den USA wird das beim amerikanischen Effie bereits seit Jahren viel konsequenter umgesetzt als bei uns. Lokale Vorjurys, ganzjährige Schulungen und das Selbstverständnis, eine Learning-Plattform zu sein, sind auch das Vorbild für die Weiterentwicklung des weltweit ältesten und bedeutendsten Awards für wirksame Marken- und Kommunikationsarbeit in Deutschland.

2. Kundentag

Es muss nicht gleich ein Kongress sein (siehe die Next von Sinner Schrader), aber die Organisation eines Tages an dem sich die Kunden einer Agentur treffen, um sich auszutauschen und sich gegenseitig zu inspirieren, kostet weder viel Geld, noch ist so ein Tag schwer zu organisieren. Unser Ansatz: Wir präsentieren nicht in erster Linie die Cases der Agentur, sondern laden Referenten ein, die sich mit den Themen beschäftigen, von denen wir glauben, dass unsere Kunden und unsere Führungskräfte sie in Zukunft auf ihrer Agenda haben werden.

3. Inspirationsreise

Ob ein one-to-one Benchmarking mit einer Marke, von der Kunde und Agentur etwas lernen können, eine London-Reise auf der gemeinsam neue Storekonzepte angeschaut und analysiert werden, ein 2-Tages Trip nach Dublin oder eine Reise für 3-5 Tage ins Silicon Valley. Klingt aufwendig oder unrealistisch? Mit unserem Agenturverband GWA organisieren wir seit drei Jahren solche Reisen, zu denen unsere Mitgliedsagenturen ihre Kunden mitnehmen können.

4. Pop-Up Agency

Die konkrete Zusammenarbeit in gemischten Workshops bietet die Möglichkeit, eine Verbindung aufzubauen, die über den bekannten Dreiklang „Briefing/Präsentation/ Produktion“ hinausgeht. Wir diskutieren gerade ein Format, das wir Pop-Up Agency nennen. Ein Gruppe von Kunden- und Agenturvertretern sowie weiteren inspirierenden Teilnehmern, geht für 3-14 Tage an einen besonderen Ort und erarbeitet dort Lösungen für aktuelle Probleme. Über die Erfahrungen werde ich im Verlaufe des Jahres hier berichten.

5. Customised Agency

Die aktuellen Herausforderungen einiger Unternehmen haben in der jüngsten Zeit zu Konstellationen geführt, die unter der Überschrift „Customised Agency“ zusammengefasst werden. Dabei gibt es Modelle, die sich auf einen einzigen Kunden (z.B. antoni für Mercedes-Benz, Leo´s Thjnk Tank für McDonalds) fokussieren und solche, die sogar eine gesellschaftsrechtliche Komponente beinhalten (z.B. spark44: Jaguar Agentur; Bobby & Carl: Joint Venture thyssenkrupp und thjnk). Die Grundannahme, die alle diese Ansätze verbindet: eine Fokussierung und enge Verbindung führt zu besseren Ergebnissen.
Egal, was Sie in Ihrer Beziehung machen, überraschen Sie sich gegenseitig regelmäßig positiv und halten Sie den Kontakt zueinander über die Projekte, die Sie verbinden, hinaus.

 Diese Kolumne entsteht in Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband der Kommunikationsagenturen (GWA). Die GWA-Vorstände Nina Rieke (DDB Group) und Michael Trautmann (thjnk) schreiben hier regelmäßig für die absatzwirtschaft zum Thema Kunde-Agentur-Beziehung. Anlass ist eine große Kooperation zwischen der absatzwirtschaft, dem GWA und Agenturmatching: zur Agentursuche.

Alle Kolumnen von Michael Trautmann lesen.

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