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Ford plant autonomes Auto, das sich in eine Lounge verwandelt

Ford hat sich ein Patent für drehbare Sitze gesichert, die in autonome Autos eingebaut werden können

Ford ist der nächste Autohersteller, der an einer fahrerlosen Technologie arbeitet. Das Unternehmen entwickelt ein selbstfahrendes Fahrzeug, dessen Sitze sich während der Fahrt nach innen drehen lassen, um den Wagen in eine Lounge zu verwandeln, berichtet Business Insider. Neu ist die Idee allerdings nicht.

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In diesem Monat hat das US-Patent- und Markenamt eine Patentanmeldung aus einer Gruppe von Ford-Mitarbeitern für ein „autonomes Auto mit rekonfigurierbaren Sitzplätzen“ erhalten. Es ist ein wichtiger Schritt von Ford, nun auch in die Welt der selbstfahrenden Autos einzutauchen. Im Forschungs- und Innovationszentrum des Unternehmens in Palo Alto, Kalifornien startet das Engineering-Programm, an dem auch das renommierte MIT und Standford beteiligt sind, um die Erforschung und neuen Herausforderungen im Bereich des automatisierten Fahrens besser einschätzen zu können.

Ein Wohnzimmer für Ford

Und so funktioniert es: Wenn das Auto im autonomen Modus ist, kann die Passagierkabine in eine Lounge umgewandelt werden. Durch das Drehen der Sessel wird die durchschnittliche Familienlimousine zu einem straßentauglichen Privatjet. Die Vordersitze können durch eine Konfiguration um 180 Grad gedreht werden, was zu einer offenen Lounge führt. So kann ein Geschäftstreffen oder ein Familientreffen auf eine lange Reise eingebunden werden. In dieser Anordnung kann dann auch das Lenkrad am Armaturenbrett eingefahren werden, um mehr Beinfreiheit zu haben.

Keine neue Idee

Die Idee der drehbaren Sitze ist allerdings nicht ganz neu. Schon auf der CES in Las Vegas stellte Daimler einen silbernen selbstfahrenden Wagen mit futuristisch langgezogener Form vor, der in seinem Innenraum drehbare Vordersitze hat – denn ein Fahrer soll ja überflüssig sein. Auch Tesla und der Autoveredler Rinspeed haben sich die Frage gestellt: Was macht der Fahrer, wenn das Auto selbst fährt? Der Xchange, basierend auf Teslas Model S., habe Sitze, die „an die Relax-Sitze in der Business Class großer Airlines“ erinnern, erklärt Rinspeed. Sie können gekippt werden, so dass Fahrer und Beifahrer unterwegs ein Schläfchen halten könne. Sie können aber auch gedreht werden, so dass beide aus dem Heckfenster schauen

Forcher allerdings sehen das Rückwärtssitzen im Auto auch problematisch: Forscher der Universität Michigan, USA, kommen zu dem Ergebnis, dass Reiseübelkeit in selbstfahrenden Autos ein Problem darstellen wird. Einen Vorschlag für die Auto-Designer haben die Forscher aber parat: große Fenster, Bildschirme, die die Insassen zwingen, nach vorn zu sehen, und keine drehbaren Sitze.

Ford hinten dran

Doch auch mit diesem neuartigen Patent scheint Ford immer noch deutlich hinter seinen Konkurrenten zu liegen. Audi, BMW und Volvo haben völlig autonome Technologie in der Entwicklung, die ohne Zutun des Fahrers funktionieren. Und tatsächlich werden diese Autos auf Straßen schon getestet.

Von Ford gibt es laut Business Insider kein Wort zum Patent. Ob das Konzept Wirklichkeit wird, ist damit auch ungewiss: „Wir melden Patente zu innovative Ideen immer an. Das ist ein ganz normaler Geschäftsverlauf „, sagte ein Ford Vertreter dem Business Insider in einer E-Mail . „Patent-Einreichungen helfen, neue Ideen zu schützen, sind aber nicht notwendigerweise zukünftige Geschäfts- oder Produktpläne.

 

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