Werbeanzeige

Facebooks WhatsApp-Deal: Warum 19 Milliarden US-Dollar günstig sind

Facebook sichert sich auf einen Schlag den Mittelpunkt der täglichen mobilen Kommunikation von einer Milliarde Menschen. Man muss schon extrem naiv sein, um zu glauben, dass WhatsApp langfristig das heutige Preismodell von 0,99 US-Dollar pro Jahr bestehen lassen wird. Geht man davon aus, dass die Ausgaben für simple SMS teils bei über zwei Dollar liegen, dann kommt man schnell auf andere Größenordnungen.

Werbeanzeige

Von Dr. Ekkehard Stadie

WhatsApp war und ist besser als SMS und MMS und billiger. Warum sollte man nicht einen US-Dollar pro Monat zahlen? Erst recht, wenn Sprachtelefonie und Video von WhatsApp zukünftig direkt mit angeboten werden?

Kommunikation für einen Dollar im Monat. Das sind zwölf Milliarden US-Dollar im Jahr. Dagegen sind 19 Milliarden Kaufpreis läppisch. Und diejenigen Nutzer, die keinen Dollar zahlen wollen, lässt man quasi mit ihren Nutzerdaten zahlen.

Der Deal ist also eher ein Schnäppchen. Vor allem, da WhatsApp eine der größten verbliebenen echten Silicon Valley-Erfolgsgeschichten ist. Da musste Facebook zugreifen.

Verlierer sind klar die klassischen Telekommunikationsanbieter. Sie werden weiter auf ihre Rolle Datenübertragung – die Autobahnen – zurückgestoßen. Die Dienste – Autos – kommen von wenigen großen Internetfirmen. Neben deren beliebteren Diensten liegt ein Grund auch im toxischen Pricing der Telekommunikations-Anbieter.

Viel zu lange setzten sie darauf, Sprachminuten, SMS und Daten als undifferenziertes Gut zu verkaufen. Und das dann auch noch teilweise im Flatmodell bei Daten, dem Benzin der Internetindustrie. Über diese als Maut-frei wahrgenommenen Autobahnen freuen sich die Nutzer und Facebook et al.

Über den Autor:
Dr. Ekkehard Stadie ist Senior Partner der globalen Strategieberatung Simon, Kucher und Partners und verantwortet den Bereich Telekommunikation und IT.

Kommunikation

Sparkurs bei Air Berlin, Lidl versteht Spaß und Gucci geht neue Wege

Von Air Berlin steckt in den roten Zahlen, jetzt will der Konzern schrumpfen. Lidl verklebt sich bei einem Werbeplakat und macht aus der Not eine Tugend. Und der Modekonzern Gucci versucht sich an Falten und Klasse statt an Photoshop und Masse mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Die AGF führt im Januar (endlich) gemeinsame TV-und-Streaming-Reichweiten ein

Nach jahrelanger Vorarbeit ist es im Januar so weit: Erstmals werden in Deutschland…

Sparkurs bei Air Berlin, Lidl versteht Spaß und Gucci geht neue Wege

Von Air Berlin steckt in den roten Zahlen, jetzt will der Konzern schrumpfen.…

Editorial zur absatzwirtschaft 10/2016: Visionen brauchen Egos und Bedürfnisse

Donald Trump ist unbestritten ein Phänomen. In Sachen Eigenvermarktung macht dem US-Präsidentschaftskandidaten keiner etwas…

Werbeanzeige

Werbeanzeige