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Facebook, Sarpei und Haeusler top, deutsche Verlage flop

Endlich einmal gute Nachrichten für Facebook. Die Aktie des Unternehmens befindet sich in einem Aufwärtstrend. Ebenfalls Grund zur Freude hatten diese Woche Hans Sarpei und Johnny Haeusler. Für die deutsche Medienlandschaft hingegen gab es in den vergangenen Tagen eine ganze Reihe schlechter Nachrichten. Für Aufregung hat eine Werbekampagne aus Rumänien gesorgt. Der absatzwirtschaft-Wochenrückblick.

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Von Anne-Kathrin Keller

Gewinner der Woche: Facebook

Die Sorge bei Facebook war groß: Am Mittwoch endete die wichtigste Haltefrist für Mitarbeiter-Aktien. 800 Millionen Aktien wurden zusätzlich für den Handel zugelassen. Das ist fast jede dritte Aktie, die derzeit überhaupt existiert. Doch der befürchtete Kursrutsch blieb aus. Im Gegenteil: Der Kurs der Facebook-Aktie ist am Mittwoch um 12,6 Prozent auf 22,36 Dollar gestiegen. Schon in der ersten Stunde war die Zahl der gehandelten Papiere extrem hoch. Börsenbeobachter bekamen den Eindruck, Anleger hätten nur darauf gewartet, sich mit Facebook-Aktien eindecken zu können. Schon in der ersten Stunde wechselten mehr Aktien den Besitzer als sonst an einem ganzen Tag.

Analysten und Börsenexperten sprechen jetzt sogar von einem Wendepunkt in der bisher erfolglosen Aktienkarriere des sozialen Netzwerkes. Der Kursanstieg sei ein klares Indiz dafür, dass die Anleger wieder Vertrauen in das soziale Netzwerk gefasst haben. Dieses Vertrauen versuchte Facebook-Chef Mark Zuckerberg seit Wochen zu gewinnen. Er selbst hat im September das Versprechen gegeben, keinen seiner Anteilsscheine zu verkaufen. Das ist nicht unerheblich, immerhin besitzt er ein Fünftel aller Facebookaktien. Gewichtigere Gründe für das neue Vertrauen in das soziale Netzwerk sind aber wohl die Meldungen über das wachsende Werbegeschäft auf Smartphones.

Verlierer der Woche: Deutsche Verlage

Das viel heraufbeschworene Zeitungssterben in Deutschland war selten so sichtbar wie diese Woche. Innerhalb von 24 Stunden wurden zu Wochenbeginn folgende Mediennachrichten verkündet: Das Stadtmagazin Prinz wird eingestellt und ist ab 2013 nur noch digital verfügbar, die Frankfurter Rundschau hat Insolvenz angemeldet, die Hamburger Morgenpost und der Bonner General-Anzeiger schließen ihre Parlamentsbüros, die Gruner+Jahr Wirtschaftsmedien stehen zur Disposition und bei dapd werden laut Sanierungsplan 100 Stellen gestrichen.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Wie Marketing-IT und Big Data das Berufsfeld Marketing verändern

>>>Bedeutung von Markenführung in B-to-B-Märkten wird unterschätzt

>>>Lanz wird dank Hollywood Wochensieger, Raab und Hoeneß legen zu

>>>Preiserhöhung im App-Store – Danke, Apple!


Preisträger der Woche: Best of Social Media Award 2012

Ex-Schalke-Spieler Hans Sarpei und Blogger Johnny Haeusler sind die einflussreichsten Social-Media-Persönlichkeiten des Jahres 2012. Sie wurden am Montagabend beim „Best of Social Media Award 2012“ in Hamburg im Rahmen der Social Media Economy Days ausgezeichnet. Der Preis wurde in drei Kategorien vergeben: Persönlichkeit, Kampagne und Strategie. In der Kategorie Kampagne gewann die Agentur Faktor 3 für die Aktionen „Miles per Answer“ für Toursim Australia. Im Bereich Strategie setzte sich die A1 Telekom Austria AG durch. Sie bekam den zweiten Platz. Pikanterweise wurde der erste Platz nicht vergeben, da die Jury unter den eingereichten Strategien keine gesehen habe, die die Anforderungen an eine Social-Media-Strategie voll erfülle.

Der Werbeaufseher der Woche

Eine Kampagne in Rumänien sorgte diese Woche für ordentlich Diskussionsstoff: Hitler, Stalin und Co. sollen dort für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Zu sehen sind die Kriegsverbrecher als Opfer von Autounfällen. Sie prallen mit ihrem Kopf gegen eine zerbrechende Windschutzscheibe. Dazu der Slogan: „Meist ist es nicht so. Meist ist das Opfer ein Unschuldiger.“ Die Kampagne stammt vom rumänischen „Centre of Consultancy for The Road Victims“ und brachte den Initiatoren viel Kritik ein. Die Kritik ging so weit, dass Psychologen behaupteten, die Werbung würde Autofahrer sogar dazu ermuntern, Fußgängern gegenüber unachtsamer zu sein. Zu sehen sind die Bilder der Kampagne beispielsweise bei der britischen Zeitung Sun:

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/4639879/Hitler-road-safety-ad-slammed.html

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