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Experten skeptisch bei Bezahlschranken im Web

Die britischen Tageszeitungen „The Sun“ und „The Daily Telegraph“ werden dem Trend in den USA folgen und Bezahlsysteme für ihre Internetangebote einführen. In Deutschland setzt die Mehrheit der Verlagshäuser weiterhin auf werbefinanzierte Erlösmodelle für ihre Internetangebote. Als einzige überregionale Zeitung nutzt lediglich „Die Welt“ seit Ende vergangenen Jahres eine Paywall. Dass Bezahlschranken für digitale Inhalte in Deutschland funktionieren könnten, glauben nur 30 Prozent von rund 1.000 befragten Experten.

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Interviewt wurden die Experten im Auftrag der Internet World Messe – sie fand im vergangenen Monat in München statt – durch das Institut ibi research an der Universität Regensburg. Nur knapp ein Drittel der Studienteilnehmer hat schon einmal Geld für redaktionelle Inhalte ausgegeben – sei es für einen Blog-Eintrag, einen Nachrichtenartikel oder vergleichbare Inhalte. Grundsätzlich lehnt ein knappes Viertel der Experten ein Abonnement digitaler Zeitungsinhalte ab.

Qualitätsjournalismus hat seinen Preis

Somit spiegelt die Befragung bei der Grundsatzdebatte, ob Bezahlkonzepte für digitale Medieninhalte überhaupt funktionieren könnten, die gespaltenen Positionen im Markt wieder: 19 Prozent geben dem Modell keine Chance, aber immerhin 30 Prozent glauben fest daran. Das eigentliche Akzeptanzproblem liegt im breiten Mittelfeld: 51 Prozent der Befragten stimmen zwar zu, dass Paywalls funktionieren könnten. Sie sind aber überzeugt, dass diese sich in Zukunft nicht durchsetzen werden.

Unter den Befürwortern sind sich die Experten einig, dass Qualitätsjournalismus auch online seinen Preis haben müsse. Solange es kostenlose Angebote gebe, werden sich Bezahlmodelle nicht durchsetzen, so argumentieren die Gegner.

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