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Experten ohne fundiertes Wissen

Anonymität im Internet verleitet, sich virtuell anders darzustellen. Eine Studie an der Johannes Kepler Universität in Linz versucht herauszufinden, ob Meinungsführer in Online-Foren auch tatsächlich die Voraussetzungen mitbringen, meinungsbildend zu wirken.

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Unter der Annahme, dass User das Forum nutzen, um Erfahrungen, Meinungen und Wissen mit anderen auszutauschen, untersuchte die Psychologin Anja Wiesner das Treiben so genannter Meinungsführer (Opinion Leader) in Online-Foren. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, welcher Teilnehmer in welchem Umfang schreibt, auf welche Postings User stärker reagieren und ob Personen, die sich als Meinungsführer verstehen, tatsächlich versiert sind.

Rufen Meinungsführer tatsächlich mehr Diskussionen und Reaktionen hervor? „Die Untersuchung hat gezeigt, dass diese Gruppe zwar deutlich aktiver ist als jene der Meinungssucher. Doch die Beiträge der Sucher regen die anderen eher zu Antworten an“, schildert Wiesner. Für die Untersuchung hat die Wissenschaftlerin die Forennutzer in zwei Gruppen unterteilt: Meinungsführer und Meinungssucher. Ein Meinungsführer ist eine Person, der in einer sozialen Gruppe eine besondere Kompetenz zugesprochen wird, wenn es um die Lösung bestimmter Problemstellungen geht. Die Meinungsführer gehören in der Regel zu der Gruppe der Frühkonsumenten und dienen im Rahmen der zweistufigen Kommunikation als Multiplikatoren, die ihre positiven oder auch negativen Erfahrungen an Meinungssuchende weitergeben.

„Aufgrund ihrer Funktion innerhalb einer Gruppe sind Meinungsführer ein wichtiger Faktor, den es im Marketing zu berücksichtigen gilt“, weiss Wiesner. Neben den genannten Aspekten war aber auch das Selbstbild der Forenteilnehmer Untersuchungsgegenstand. Die Ergebnisse der Studie legen die Vermutung nahe, dass die virtuell präsentierte eigene Person nicht immer mit der reellen Person übereinstimmt. Nicht jeder, der sich als Spezialist und Experte vorstellt, hat auch tatsächlich entsprechend fundiertes Wissen: „Die Anonymität des Internets ist hier ein wesentlicher Aspekt“, stellt Wiesner fest. Man gehe in Online-Diskussionen kein Risiko ein, das eigene Selbstwertgefühl zu belasten. pte

www.jku.at

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