Suche

Anzeige

Evonik-Vorstand Patrik Wohlhauser: „Wir suchen nach ungeschliffenen Rohdiamanten“

Trotz großer Degussa-Tradition startete der Spezialchemiekonzern Evonik 2007 unter neuem Namen, um laut Claim „Kraft für Neues“ zu schöpfen. Im Vorstand verantwortet Patrik Wohlhauser neben Produktsegmenten, Geschäftsbereichen und Ländermärkten auch „Marketing, Sales & Innovation“. Wie er Exzellenz im letztgenannten Verantwortungsbereich versteht und fördert, warum intern ein Kompetenzteam unterwegs ist und wem sein „House of Marketing“ eine Heimat bieten soll, erklärt der 49-jährige Schweizer im Interview.

Anzeige

„Wir wollen stark wachsen“, begründet Wohlhauser als Antrieb für allen Aufwand. Dafür nehme Evonik viel Geld in die Hand: Sechs Milliarden Euro will der Konzern bis 2016 für internes Wachstum investieren. Für Akquisitionen soll es eine weitere Milliarde sein. Rund 100 Millionen Euro davon stellt Evonik für „Corporate Venturing“ bereit, um über strategische Beteiligungen in Start-ups und Fonds und damit über neue Aktivitäten das Wachstum zu beschleunigen. Das Zentrum der Investitionsschwerpunkte liege dabei eindeutig an der Ost- und Westküste der USA.

„Wir suchen nach ungeschliffenen Rohdiamanten, die wir frühzeitig entdecken wollen. Wie Trüffelschweine halten wir Ausschau nach solchen Firmen“, sagt das Konzernvorstandsmitglied. Zusätzlich arbeiten 2.500 Mitarbeiter in der eigenen Forschung und Entwicklung verstärkt mit Kunden an Innovationen. Ein Beispiel: „Wir forschen an nachwachsenden Rohstoffen, um Öl und Gas zu ersetzen“, sagt Wohlhauser. Als die vier wichtigsten Megatrends hat Evonik fürs eigene Zukunftsgeschäft neben Ressourceneffizienz auch Themen rund um Gesundheit, Ernährung und Globalisierung festgelegt. Zusätzlich sind weltweit Trendscouts unterwegs um aufkommende neue Bedürfnisse frühzeitig aufzuspüren.

„Systematik für profitable Erfolge“

Sein 80-köpfiges Team „Marketing Sales Excellence“ (MSE) arbeitet als Zentralabteilung für alle operativen Einheiten von Evonik. Die Experten sollen „eine Systematik für profitable Erfolge“ entwickeln und bei internen Schulungen auch Methoden und Fähigkeiten weitergeben. Entstehen soll daraus das „House of Marketing“, was Wohlhauser so erklärt: „Das Haus ist je nach Sparte unterschiedlich zu gestalten. Gleichwohl gibt es ein Fundament aus einem gemeinsamen Verständnis. Wir wandeln unsere Unternehmensstrategie gewissermaßen in Geschäftsstrategien um.“

Das ausführliche Interview mit Patrik Wohlhauser lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 9/2013 von absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing, die Sie in unserem Onlineshop erhalten unter: www.absatzwirtschaft.de.

Weitere Auszüge aus dem Gespräch mit dem Evonik-Vorstand finden Sie hier.

Kommunikation

Überhaupt kein Jobkiller? Wie die Digitalisierung neue Jobs schafft

Der digitale Wandel wirkt sich über alle Fachbereiche hinweg positiv auf die Beschäftigung aus. Also: Keine Angst vor der Zukunft? Kann man so sagen. Mit der Digitalisierung werden deutlich mehr Chancen für neue Jobs verbunden sein, als die Vernichtung von Arbeitsplätzen. In Summe rechnen die Befragten des diesjährigen HR-Reports mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Überhaupt kein Jobkiller? Wie die Digitalisierung neue Jobs schafft

Der digitale Wandel wirkt sich über alle Fachbereiche hinweg positiv auf die Beschäftigung…

Der Online-Handel boomt: Im E-Commerce ist trotz Brexit ein Ende des Wachstums nicht in Sicht

Die Bilanz des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) könnte unter folgender Überschrift…

Kein Halt vor Landesgrenzen: Der Cloud Act erlaubt den US Behörden den Zugriff auf im Ausland gespeicherte Daten

62 Prozent der IT- und Sicherheitsexperten vertrauen darauf, dass die strikten Anforderungen der…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige