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EU-Kommission soll Apple-Zensur im App-Store stoppen

Das Vorgehen ist nicht neu: Was Apple nicht passt, wird einfach nicht mehr angeboten. Das gilt speziell für Apps. So werden unliebsamen Anwendungen einfach aus dem App-Store gelöscht. Eine französische Ministerin hat sich nun an die EU-Kommission gewandt. Diese soll Apple abmahnen und verbindliche Regeln für den App-Store aufstellen.

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Das Produkt klingt toll: Die App „AppGratis“ eines französischen Unternehmen navigiert Nutzer durch den teilweise unübersichtlichen App-Store von Apple und erleichtert somit das Auffinden spannender Anwendungen. Kostenpflichtige Apps können mit der Anwendung sogar einen Tag lang gratis genutzt werden. Die inzwischen zwölf Millionen Nutzer sind begeistert. Das passt Apple gar nicht und löscht die Anwendung kurzerhand aus seinem Angebot.

Am 4. April habe Apple dem Unternehmen die Erlaubnis erteilt, die App auch für das iPad zu verkaufen, berichtet die Wirtschaftswoche. Einen Tag war die Anwendung verfügbar, dann flog sie aus dem App-Store. Die Begründung: Die Anwendung mache Werbung für fremde Apps. Das ist laut Regelwerk des App-Store verboten.

Der Gründer von AppGratis, Simon Dawlat schreibt dazu in seinem Blog: „Es ist nicht wahr, dass es irgendwelche Gespräche zwischen AppGratis und Apple wegen der Entfernung der App von der Plattform gegeben hat“. Weiter heißt es: „Wir haben von Apple eine E-Mail bekommen, nachdem unsere App gelöscht wurde.“ Einmal habe er mit Apple telefoniert, allerdings keine Antworten zu seinem Fall erhalten.

Europäische Kommission auf den Plan gerufen

„AppGratis“ ist kein Einzelfall. Die französische Ministerin für Digitalwirtschaft, Fleur Pellerin, beklagt, dass gerade Start-up und anderen jungen Firmen sich so kaum entwickeln können. „Das ist kein professionelles Verhalten für ein Unternehmen dieser Größe“, zitiert die Wirtschaftswoche Pellerin.

Sie hat sich nun an die Europäische Kommission gewandt. Dort solle man sich Apple vorknöpfen und verbindliche Regeln schaffen, die allen Unternehmen Sicherheit geben. Apple gefährde über Nacht mit seinen Beschlüssen ganze Geschäftsmodelle von Unternehmen, klagt Pellerin. Es wundert nicht, dass speziell Frankreich verbindlichere Regeln sehen will. Die Franzosen belegen im Bereich App-Entwicklung international den zweiten Rang.

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