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Erfolgsfaktor Unternehmenskultur: „Culture eats strategy for breakfast“

Ein kollegiales Miteinander, eine gute Unternehmenskultur, ist viel Wert

Unendlich viele Produkte, Dienstleistungen und Optionen – der Verbraucher hat die Qual der Wahl. Da kann eine positive Unternehmenskultur zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

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Von Gastautor Christian Kinnear, Managing Director EMEA bei HubSpot

Unternehmenskultur – nein, danke? Die Vogel-Strauß-Taktik funktioniert hier nicht: Man hat immer eine Kultur im Unternehmen. Sie ist die Gesamtheit der Werte, Einstellungen und des täglichen Miteinanders und daher in jeder Firma anders. Statt sich wegzuducken, sollte man sich eher fragen: Welche Unternehmenskultur will man haben? Wie will man sein? Es lohnt sich, diese Fragen zu beantworten und in einem Culture Code zu fixieren. Zwei wichtige Prinzipien sollte man für eine gelungene Beziehung mit Beschäftigten, Partnern und Kunden auf jeden Fall kultivieren: Hilfsbereitschaft und Transparenz.

Hilfsbereitschaft: Der beste Begleiter in Marketing und Vertrieb

Gegenseitige Unterstützung unter Kollegen ist eine Säule im Betriebsalltag. Aber auch nach außen gerichtet, etwa für Marketing und Vertrieb, empfiehlt sich dieser menschliche Ansatz, denn weiche Faktoren wie etwa Sympathie können eine Markenbeziehung prägen. Beim Marketing lässt sich dies mit dem Inbound-Prinzip einfach umsetzen: Dabei fokussiert man sich ganz auf den Kunden, seine Bedürfnisse und Anforderungen und liefert nützliche und hilfreiche Informationen. Durch die wertvollen Inhalte findet der Kunde wie von selbst das Produkt oder die Dienstleistung, die die Lösung für seine Herausforderungen darstellen. Bei HubSpot, dem Begründer des Inbound-Ansatzes, ist dies als „solve for the customer“ (zu Deutsch: im Sinne des Kunden handeln) im Culture Code verankert und leitet alle Handlungen – in der Produktentwicklung, dem Marketing und Vertrieb oder auch im Kundenservice. Es geht darum, die passende Maßnahme für jeden Kunden zu finden, nicht darum, jedem alles aufzuschwatzen. Mit dem Inbound-Sales-Ansatz wird der Vertriebsmitarbeiter zum „trusted advisor“ – einem zuverlässigen Ratgeber, der Kunden bestmöglich berät, und wenn es mal gar nicht passt, auch auf einen Geschäftsabschluss verzichtet. Denn: Zufriedene Kunden sind die besten Fürsprecher. Unzufriedene Kunden hingegen können viel mehr Schaden als Nutzen bringen. Deswegen ist es so wichtig, potenzielle Kunden nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten und mit Hilfsbereitschaft eine vertrauensvolle Kundenbeziehung aufzubauen.

Mit Transparenz zu wirtschaftlichem Erfolg

Vielen Unternehmen misslingt dies, weil sie sich nicht kontinuierlich mit ihren Kunden, ihren Mitarbeitern und ihrer Community austauschen. Dabei sollten sie Feedback ernst nehmen. Das heißt auch, dass man auf eine Beschwerde via Twitter mit wirklicher Hilfe reagiert wird, statt mit einem automatisierten Standard-Tweet. Diese Art von Kommunikation beweist, dass das Unternehmen erreichbar und bereit für einen Dialog ist. Austausch und Transparenz sind die Schlüssel – auch in der internen Kommunikation. Denn der Erfolg eines Unternehmens ist die Summe der einzelnen Erfolge eines jeden Mitarbeiters. Und um sie zu beflügeln, muss man eine Kultur der Transparenz etablieren, in der jeder einzelne selbstständig arbeiten, Entscheidungen treffen und Verantwortung für den Geschäftserfolg übernehmen kann. Mitarbeiter arbeiten schneller und unabhängiger, wenn sie über alle Informationen verfügen, die sie benötigen. Kleinen und jungen Unternehmen fällt dies häufig leichter, wenn sich Prozessstrukturen noch nicht verfestigt haben. Aber auch global agierende Konzerne können eine offene Kultur leben, etwa indem sie die Entscheidungen der Geschäftsleitung mit allen Konsequenzen für jede Abteilung kommunizieren. Dann fühlen sich die Beschäftigten eingebunden und respektiert.

Culture Code – Überzeugungskraft fürs Recruiting

Wer es schafft, sein Team für das eigene Unternehmen zu begeistern, hat letztlich beste Voraussetzungen für das eigene Business. Denn überzeugte Mitarbeiter sind die allerbesten Argumente für Produkte, Dienstleistungen und Recruiting. Der Kampf um die besten Talente ist groß – da kann die Unternehmenskultur das Zünglein an der Waage sein. Denn die meisten klugen, talentierten Köpfe wollen für Unternehmen arbeiten, bei denen sie etwas bewirken können. Deswegen ist es nicht nur essenziell, die Unternehmenskultur zu pflegen, sondern auch, sie transparent in einem fixierten Culture Code nach außen zu tragen. Eine außergewöhnliche, offene Kultur macht es viel leichter, die besten Leute, Partner und schließlich Kunden für sich zu gewinnen.

Zum Autor: Christian Kinnear hat seine Karriere bei HubSpot im September 2015 als Director of Sales EMEA gestartet und verantwortet inzwischen als Managing Director EMEA die Unternehmensstrategie und die wachsenden Geschäftstätigkeiten von HubSpot in EMEA. Mit dieser Funktion knüpft Christian Kinnear an erfolgreiche Stationen bei Google und Oracle an, bei denen er bereits den Fokus auf EMEA gerichtet hatte.

Zuerst erschienen bei Marconomy.de.

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Kommentare

  1. Leider liegen dem Artikel zwei gravierende Denkfehler zugrunde. 1. Kultur lässt sich nicht machen und über irgendeinen Culture Code „implementieren“ oder sonstwie verordnen. 2. Der Kausalzusammenhang zwischen Kultur und Erfolg existiert garantiert nicht direkt. Kultur= Ursache, Erfolg= Wirkung? Quatsch!

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