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Elon Musks NYT-Interview über Schlaftabletten und 120 Stunden Arbeit kostete Tesla fünf Milliarden Dollar Börsenwert

Zuletzt öfter in der Defensive: Tesla-Gründer Elon Musk

Ungewöhnlicher Einblick in das Seelenleben von Elon Musk. Der New York Times (NYT) berichtete der Gründer über das vergangene Jahr, welches wohl das schwierigste seiner Karriere war und offenbarte, dass er teilweise bis zu 120 Stunden pro Woche arbeite und regelmäßig Schlaftabletten nehme. Die Aktie stürzte darauf brutal ab.

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Vor knapp zwei Wochen löste der lapidare Tweet des Südafrikaners, er wolle Tesla von der Börse nehmen, Kursturbulenzen an der Wall Street aus. „Erwäge, Tesla zum Kurs von 420 Dollar von der Börse zu nehmen. Finanzierung gesichert“, twitterte Musk knapp.

Die Wall Street nahm Musks Ankündigung unterdessen ernst und beförderte die Aktie am damaligen Handelstag um elf Prozent bis auf Kurse von 380 Dollar nach oben. Allein: So gesichert schien die Finanzierung dann doch nicht. Tatsächlich rief Musks ungewöhnliche Twitter-Ankündigung während des Handels die Börsenaufsicht SEC auf den Plan; Sammelklagen wegen Kursmanipulation wurden wenig später eingereicht.

Interview-Beichte in der New York Times

Die skurrile Börsenrückzugsankündigung war der jüngste Höhepunkt mehrerer unerklärlicher verbaler Fehltritte des Tesla-CEOs. Musk hatte kurz zuvor auf dem Kurznachrichtendienst einen Rettungstaucher beim Höhlen-Drama in Thailand als Pädophilen bezeichnet und Analysten während einer Telefonkonferenz als “Dummköpfe“ beleidigt, die „„angweilige Fragen“ stellten. Auch mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg war der 47-Jährige in der Vergangenheit wiederholt aneinandergeraten.

Keine Frage: Der südafrikanische Seriengründer hat sich in den vergangenen Monaten auffällig dünnhäutig gezeigt. Die Hintergründe für seine Ausfälle lieferte Elon Musk nun in einem bemerkenswerten Interview mit der New York Times, in dem  der Tesla-CEO eingestand, die schlimmste Zeit seiner Karriere durchzumachen. „Das letzte Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste meiner Karriere. Es war quälend“, beichtete Musk gegenüber der New York Times am Donnerstag.

120 Stunden Arbeit in der Woche und akuter Schlafmangel

Der Grund: Totale Erschöpfung. Musk arbeite zuletzt bis zu 120 Stunden pro Woche, schlafe manchmal im Büro und habe die Fabrik mitunter drei bis vier Tage nicht verlassen, erklärte der Gründer und Chef von Tesla, Space X und Solar City. Musk gestand akuten Schlafmangel ein und erklärte, er nehme manchmal das in den USA verbreitete Schlafmittel Ambien ein. „Es ist eine Wahl zwischen Ambien oder keinem Schlaf“, gestand der Tesla-Chef ein, der nach NYT-Angaben im einstündigen Interview mehrfach den Tränen nahe war.

Wie die US-Renommee-Zeitung berichtet, sorge sich der Aufsichtsrat von Tesla über Musks Medikamenteneinnahme und habe mit der Suche nach einer Nummer zwei begonnen, um Elon Musk in seiner operativen Tätigkeit zu entlasten. An Facebooks Operativ-Chefin Sheryl Sandberg sei Tesla bereits vor Jahren herangetreten, habe sich aber eine Absage geholt.

NYT-Seelenstrip kostet Tesla 5 Milliarden Dollar Börsenwert

Der 47-Jährige räumte im NYT-Interview zudem ein, dass es zuletzt um seine Gesundheit nicht zum Besten bestellt sei („Freunde machen sich wirklich Sorgen“), und er glaube, dass ihm „das Schlimmste“ in seiner persönlichen Krise noch bevorstehe.

Anleger reagierten auf den ungewöhnlichen Einblick ins Seelenleben einer der vermögendsten und schillerndsten CEOs der Tech-Welt entsetzt und ließen die Tesla-Aktie im Handelsverlauf am Freitag um gleich 9 Prozent auf 305 Dollar fallen. Mehr als 5 Milliarden Dollar nach Börsenwert wurden vergangenen Freitag im Zuge des Interviews vernichtet.

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