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Elektronische Kataloge boomen – Auktionen stagnieren

Die Unternehmen erzielen nachweislich Erfolge im Einsatz mit internet-basierten Tools für die elektronische Beschaffung: bei den Prozesskosten durchschnittlich zwischen 15 und 35 Prozent, bei den Einstandspreisen im Schnitt zwischen 7 und 15 Prozent.

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Zu diesem Ergebnis kommt das BME-Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2008, das der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) im Vorfeld der e_procure & supply in Nürnberg (Fachmesse mit Kongress) durchgeführte. Danach bauen Unternehmen elektronische Kataloge schneller aus als andere Lösungen.

Der Einsatz elektronischer Kataloge ist offenbar inzwischen für viele Betriebe – vom Global Player bis zum KMU – Standard. Dem Bericht zufolge setzen 69 Prozent E-Catalogs in der Praxis ein, 21 Prozent befinden sich in der Plan- und Einführungsphase und zehn Prozent verzichten derzeit noch auf den Einsatz. 80 Prozent der „Großen“ sind seit mehreren Jahren dabei, längere Erfahrung weisen 54 Prozent der KMU auf.

In Sachen „E-Sourcing“ (Ausschreibungen/Auktionen) beobachtet der BME, dass sich vor dem Hintergrund der aktuellen Compliance-Diskussion Unternehmen vorwiegend auf Ausschreibungen konzentrieren, um die Prozesseffizienz und -transparenz zu erhöhen. Nur noch 27 Prozent verzichten auf elektronische Ausschreibungen. Immerhin ein Drittel der Unternehmen schreibt bereits zwischen 25 und 75 Prozent des relevanten Beschaffungsvolumens elektronisch aus.

Die Nutzung von Auktionen scheint aktuell zu stagnieren: Knapp die Hälfte aller Unternehmen zieht dieses Instrument überhaupt nicht in
Betracht. „Der in den ersten Jahren des E-Procurement teilweise zu verzeichnende Auktions-Hype scheint endgültig einer realistischen Betrachtungsweise gewichen zu sein,“ kommentiert BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt.

Im Bereich „E-Collaboration“ (Datenaustausch, Qualitätsmanagement mit Lieferanten etc.) sieht das Barometer für Global Player und KMU erhebliche Potenziale: 44 Prozent der Befragten verzichten auf den Einsatz entsprechender Tools. Hinsichtlich des abgewickelten kollaborationsfähigen Beschaffungsvolumens stehen 37 Prozent noch am Anfang (< 10 Prozent), 34 Prozent der Unternehmen haben größere Anteil erreicht (über ein Viertel des möglichen Volumens).

Eindeutiger im Trend ist die Lieferantenbewertung: 46 Prozent der Unternehmen steuern bereits mindestens 75 Prozent ihrer strategischen
Lieferanten über ein Bewertungssystem. Gemessen an der Anzahl der gesamten Lieferanten haben 80 Prozent der Unternehmen bis zu 30
Prozent ihrer Supplier und 16 Prozent mehr als 50 Prozent ihrer Supplier integriert. 29 Prozent glauben, auf den Einsatz entsprechender Tools verzichten zu können. An der Analyse, die die Universität Würzburg, Lehrstuhl Industriebetriebslehre, durchführte, beteligten sich 119 Unternehmen, darunter 65 Großunternehmen (mit über 2.000 Mitarbeitern) und 54 KMU. -mu

www.bme.de

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