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Einzelhandelsumsatz wächst geringfügig

Um lediglich einen halben Prozentpunkt wird sich der Umsatz im stationären Einzelhandel – ohne E-Commerce – in diesem Jahr gegenüber 2012 nominal erhöhen. Das Volumen wird einer Prognose der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge dann bei 412,1 Milliarden Euro liegen. Und wie bereits im vergangenen Jahr sind es unter anderem inflationsbedingte Preissteigerungen, die zur einer geringen realen Wachstumsrate führen.

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Laut GfK-Analysen nimmt in Deutschland insgesamt betrachtet der Anteil, der vom Gesamtbudget für Konsumausgaben im Einzelhandel ausgegeben wird oder werden kann, seit Jahren ab. Ein Grund dafür seien beispielsweise steigende Energiepreise, die viele Konsumenten zwingen, ihre Ausgaben im Einzelhandel zu reduzieren. Der deutsche Einzelhandel werde aber vom derzeit positiven Konsumklima in Deutschland stabilisiert und stehe besser da als viele europäische Nachbarn. Die Online-Umsatzzuwächse würden aber noch deutlicher als in den Jahren zuvor zulasten des stationären Einzelhandels gehen.

Der stationäre Einzelhandel müsse demzufolge weiter Konzepte entwickeln, wie er sein Profil schärfen und neue Synergieeffekte mit dem Onlinehandel finden kann. Dabei ist es den Konsumforschern zufolge entscheidend, mit der Ladenpräsenz am richtigen Standort zu sein. Gemeint sind Orte, die die Verbraucher zum Einkaufen gerne und zahlreich aufsuchen. Der Einzelhandel könne auch im Jahr 2013 an attraktiven Standorten wachsende Umsätze generieren.

Metropolen als Standorte unverzichtbar

Die einwohnerstärksten Kreise weisen laut GfK naturgemäß die höchsten Umsatzsummen auf. Metropolen wie Berlin, Hamburg und München liegen im Ranking nach Umsatzsumme ganz vorn. Die Top 15 Kreise machen gemeinsam schon 21,4 Prozent und damit ein gutes Fünftel des gesamten stationären Einzelhandelsumsatzes in Deutschland aus. An diesen Standorten könne der Einzelhandel mit einer hohen Nachfrage, aber zugleich auch einer hohen Konkurrenz rechnen. Mit ihrem milliardenschweren Umsatzpotenzial seien die deutschen Metropolen für den filialisierten Handel als Standorte unverzichtbar, auch zur Sicherung der Markenpräsenz.

Die Studie „Einzelhandelsumsatz“ der GfK betont außerdem, dass Unternehmen bei Expansionsplanungen und der Filialnetzpflege auch die Mittel- und Kleinstädte im Blick haben sollten. Denn der Einzelhandel in diesen Städten ziehe oft Kaufkraft weit über die Grenzen des Stadtgebiets hinaus an, so dass die Umsätze deutlich höher seien als allein die Einzelhandelskaufkraft der Einwohner. Insbesondere Mittelstädte erreichten ein viel größeres Einzugsgebiet und wesentlich mehr potenzielle Kunden, als allein der Blick auf die Stadtgröße vermuten lasse. Mittelstädte mit einer besonderen Versorgungsfunktion für ihr Umland – wie die nach Umsatz je Einwohner höchstplatzierten Stadtkreise Straubing, Passau und Weiden – erzielten rechnerische Pro-Kopf-Umsätze, die doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt liegen.

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