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Warum Händler in der Anfangsphase der digitalen Transformation stecken bleiben

Statt in die digitale Transformation zu investieren, legen sich die Einzelhändler lieber aufs Ohr

Eine neue Studie zeigt, dass Händler sich zu wenig an das veränderte, zunehmend digitaler werdende Einkaufsverhalten der Konsumenten anpassen und an den falschen Stellen investieren – und das weltweit.

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Konsumenten nutzen heute viele verschiedene Einkaufskanäle. Dieser Trend zum Omnichannel löst eine Welle der digitalen Transformation bei Einzelhändlern aus. Dies könnte die Hälfte der Händler zur Aufgabe zwingen– wenn sie ihre Prozesse und Systeme nicht vernetzen und für zukünftige Anpassungen öffnen. Die neue Studie von Cisco „The Current State of Digital Readiness in Retail“ zeigt, dass Händler trotz der Risiken zu langsam auf die aktuellen Anforderungen reagieren und oft nicht an den richtigen Stellen investieren – weltweit.  

Verschmelzung realer und virtueller Shops birgt Umsatzmöglichkeiten

„Die Digitalisierung verändert bereits jetzt zahlreiche Branchen, auch den Einzelhandel“, sagt Oliver Tuszik, Deutschlandchef von Cisco. „Digitalisierung bietet eine enorme Chance für kleine und große Händler. Wenn reale und virtuelle Shops zusammen wachsen, entstehen neue Umsatzmöglichkeiten und Kunden können die Vorteile beider Welten erleben. Für den digitalen Erfolg muss der Einzelhandel aber nicht nur Arbeitsprozesse digitalisieren und verknüpfen. Viel wichtiger: Sie müssen ihre Mitarbeiter auf der digitalen Reise mitnehmen – mit Schulungen und neuer Unternehmenskultur. Nur so wird es ein Erfolg!“

Die Analyse „Roadmap to Digital Value in the Retail Industry“ leitet Einzelhändler durch drei Phasen:

1. digitale Prozesse einführen

2. die eigene Marke durch neue digitale Prozesse abgrenzen

3. neuer Geschäftsmodelle durch digitale Transformation definieren

Um den Fortschritt der Einzelhändler bei dieser Aufgabe zu analysieren, hat Cisco in den vergangenen zehn Monaten Workshops mit mehr als 200 Führungskräften im Einzelhandel aus Europa sowie Nord- und Südamerika durchgeführt. Die Studie zeigt, wo sie sich auf ihrer Reise der digitalen Transformation befinden, in welche Technologien sie investieren und wie sie ihre eigenen Strategien einschätzen.

Die wichtigsten Ergebnisse

– Händler bleiben in der Anfangsphase der digitalen Transformation stecken: Die Prioritäten für digitale Investitionen konzentrieren sich weiterhin auf die Einführungsphase (49 Prozent). Diese zielt auf die Aktualisierung von IT-Technologien, um bestehende Angebote und Prozesse, die Flexibilität und Betriebseffizienz zu verbessern.

– Händler verpassen ein Potenzial von 187 Milliarden US-Dollar, wenn sie nicht in die Produktivität der Mitarbeiter investieren: Die entsprechenden Technologien und Use Cases bieten den größten Mehrwert der Digitalisierung, durch höhere Effizienz, optimale Bezahlvorgänge und bessere Zusammenarbeit. Die Priorisierung der Investitionen in diesen Bereichen optimiert auch die Kundenzufriedenheit und sorgt damit für eine höhere Loyalität. Nur 6 Prozent der Investitionen von Einzelhändlern fokussieren auf die Mitarbeiter-Produktivität, obwohl dies den größten Return of Investment verspricht.

– Händler investieren nicht genug in Bereiche, die Wettbewerbsdifferenzierung und neue Umsatzströme erzeugen: Nur 29 Prozent der Investitionen von Einzelhändlern gehen in die „Differenzierungsphase“ und nur 22 Prozent in die „Definitionsphase“. Gerade hier können Händler einzigartige digitale Funktionen und Services oder neue Geschäftsmodelle entwickeln. Dies zeigt, dass die meisten Händler bei der digitalen Transformation noch nicht weit gekommen sind und möglicherweise von schnelleren, innovativeren Mitbewerbern überholt werden.

– Händler investieren in die Customer Experience: Demgegenüber investieren Händler das meiste Budget im Bereich digitale Technologien in Customer Experience Use Cases (37 Prozent) zur Verbesserung persönlicher Interaktionen mit den Kunden. Dies bietet ein Potenzial von etwa 91 Milliarden US-Dollar. Doch gleichzeitig sollten sie den betrieblichen Vorteil der digitalen Transformation ihrer Geschäftsfunktionen und Arbeitsprozesse ausschöpfen.

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