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Einzelhandel kann mit rund 5 300 Euro pro Verbraucher rechnen

Die regionalen Unterschiede in der Einzelhandelskaufkraft der Deutschen ermittelte der Forschungsbereich Geomarketing der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Spannbreite der pro Kopf zur Verfügung stehenden Mittel für den Einzelhandel reiche von knapp 6 900 Euro im Hochtaunuskreis bis rund 4 240 Euro im Kreis Uecker-Randow.

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Die GfK Einzelhandelskaufkraft zeigt das Konsumpotenzial im klassischen Einzelhandel und Versandhandel für alle Regionen Deutschlands, von der Bundeslandebene über Kreise bis hin zu Gemeinden. Einwohner, die über ein hohes Einkommen verfügen, würden allerdings nicht zwangsläufig mehr Geld im Einzelhandel ausgeben als Einwohner mit einer geringeren Kaufkraft. Ein überdurchschnittliches Einkommen könne auch in hohe Mieten, Immobilien oder Luxusgüter fließen. Durchschnittlich geben die Deutschen rund 27 Prozent ihrer gesamten Kaufkraft im Einzelhandel aus – dies entspricht einer Summe von 5 329 Euro pro Person. Laut Prognose von GfK Geomarketing fließen dem deutschen Einzelhandel in diesem Jahr nominal insgesamt gut 400 Milliarden Euro Umsatz zu.

In die aktuelle Top 10-Liga der Einzelhandelskaufkraft pro Einwohner fallen Kreise, die auch bei der allgemeinen Kaufkraft ganz vorn liegen. Die Reihenfolge unterscheidet sich der Erhebung zufolge nur leicht. So rückt etwa der Stadtkreis München auf Rang zwei vor – hinter dem Hochtaunuskreis und vor dem Landkreis Starnberg –, bei der allgemeinen Kaufkraft liegt dieser jedoch auf Rang fünf. Der Stadtkreis Düsseldorf schafft den Sprung in die Top 10, im Gesamtkaufkraft-Ranking erreicht er hingegen nur Platz zwölf. Baden-Baden landet auf dem elften Rang (Platz 18 im allgemeinen Kaufkraftranking) – hinter den Landkreisen Main-Taunus, München, Ebersberg, Fürstenfeldbruck und Stormarn sowie den Stadtkreisen Erlangen und Düsseldorf.

Der internationale Vergleich zeigt laut GfK Geomarketing, dass das Konsumpotenzial im Einzelhandel eng mit dem länderspezifischen Preisgefüge und der jeweiligen Konsumneigung verknüpft ist. In Ländern mit einem geringen Pro-Kopf-Einkommen wendeten die Menschen im Verhältnis zu ihrer Gesamtkaufkraft mehr für den Einzelhandel auf, um ihren Grundbedarf zu decken. In Ländern mit einem hohen Einkommensniveau seien hingegen die Preise für Wohnen und Dienstleistungen wesentlich höher, was wiederum den Anteil der Kaufkraft für den Einzelhandel senkt. Daneben gebe es aber auch stark variierende Einkaufskulturen, Lebensstile und unterschiedliche Preisniveaus. Dies zeige sich speziell am Beispiel Deutschlands, wo dank niedriger Preise der Anteil des Einzelhandels an der Gesamtkaufkraft bei nur 27 Prozent liegt. In Spanien und Norwegen hingegen würden 31 Prozent des gesamten verfügbaren Einkommens im Einzelhandel ausgegeben, in Polen sogar 37 Prozent.

Beim Vergleich des kaufkraftstarken Norwegens mit dem im Kaufkraft-Mittelfeld liegenden Spanien zeige sich, dass die Norweger mit rund 9 000 Euro mehr als doppelt so viel für Nahrungs- und Konsumartikel ausgeben wie die Spanier. Das skandinavische Modell mit hohen Steuer- und Sozialabgaben, aber auch hohen sozialen Leistungen und sozialer Absicherung sorge zudem dafür, dass der Anteil, der für private Vorsorge aufgewendet wird, verhältnismäßig gering sei. Die Struktur der Ausgaben unterscheide sich dabei in beiden Ländern stark. Die Einwohner Spaniens müssten den Großteil ihrer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft für Nahrungs- und Genussmittel aufwenden, während die Norweger beispielsweise für Baumarktsortimente deutlich mehr übrig hätten als die Spanier.

www.gfk-geomarketing.de

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