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Einstiges Statussymbol ist jetzt nur Transportmittel

Das Auto als Statussymbol hat in Deutschland offenbar ausgedient. Gerade für junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren ist es mehrheitlich nur noch ein Werkzeug, um sich bequem von einem Ort zum nächsten zu begeben. Knapp einem Drittel der sogenannten „Generation Y“ sind hochwertige Computer, Laptops oder Smartphones darüber hinaus bereits wichtiger, als ein eigenes Auto zu besitzen.

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Die weltweit tätige Markenberatung Prophet befragte 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 34 Jahren zur Bedeutung des Autos. Danach stimmen 41 Prozent der Aussage zu, dass das Auto in den vergangenen Jahren als Statussymbol verloren habe. Für 55 Prozent dient es lediglich dazu, um von A nach B zu kommen, und bereits ein Drittel sieht Carsharing als gute Alternative zum eigenen Auto. Männer und Frauen liegen dabei in ihren Antworten nicht weit auseinander. Zudem gilt der Trend: Je höher die Bildung, desto unwichtiger das eigene Auto. Unter Studenten ist bereits jedem Zweiten hochwertige Technik wichtiger als ein eigenes Kraftfahrzeug.

Autohersteller müssen Verkaufsprozess neu erfinden

„Die Zukunft der Automobilindustrie liegt also künftig nicht mehr im Besitz eines Autos, sehr wohl aber in seiner Nutzung“, analysiert Felix Stöckle, Partner im Berliner Büro von Prophet, die Ergebnisse. Die Autoindustrie müsse daher der technologieaffinen Generation Y andere Mobilitätsangebote machen, als noch ihren Eltern oder Großeltern. Bei der Neuorientierung ihrer Marketing-Strategie sei es für die Autoindustrie erforderlich, den gesamten Verkaufsprozess und das Management der Kundenbeziehungen neu zu erfinden, schlägt Stöckle vor. Das betreffe sowohl die Etablierung neuer Formate wie Brand-Stores, Pop-Up-Stores oder Experience Centers als auch die Verlagerung ihrer Präsentationsflächen.

Raus aus dem Industriegebiet, rein in die Innenstadt, beschreibt Stöckle den Weg zum Kunden: „Ich kann mir vorstellen, dass diejenigen, die bei Daimler „Car2Go“ oder bei BMW „DriveNow“ vorgeschlagen haben, zunächst ausgelacht wurden. Vielleicht aber sind es die Visionäre, die das Überleben dieser Marken sichern.“

(Prophet/asc)

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