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Einkaufen und Bezahlen: Warum verschiedene Zahlungsmöglichkeiten im Handel noch lange nicht Alltag sind

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Die Art und Weise wie Verbraucher einkaufen gehen, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Der Einkaufsvorgang wurde mit der Erfindung des Internets vollständig revolutioniert. Doch die Zahlungsprozesse hinter jeder Transaktion sind noch lange nicht so revolutionär. Hier muss endlich weiterentwickelt werden, um mit der Nachfrage und den technologischen Verbesserungen Schritt halten zu können.

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Von Christian Bucheli, Head Strategic Ventures bei SIX Payment Services

Beim Kleiderkauf wird es für immer mehr Verbraucher zur Selbstverständlichkeit, ihren Lieblingsmarken auf sozialen Netzwerken zu folgen, sich Kleidungsstücke im Online-Shop anzusehen oder diese sogar in einer virtuellen Umkleidekabine anzuprobieren. Anschließend wird mit dem Klick auf einen Button gezahlt und die Kleidungsstücke werden manchmal noch am gleichen Tag geliefert.

Diese Neuorientierung hat fast jeden Aspekt des Einkaufserlebnisses verändert. Während so mancher Verbraucher inzwischen auch beim Lebensmitteleinkauf auf Online-Shopping umgestiegen ist, bevorzugen die meisten von uns nach wie vor noch die “altmodische” Art. Allerdings werden intelligente Kühlschränke aufgrund der stetigen Weiterentwicklung des Internet of Things immer beliebter. Die Tage des Regaldurchforstens und Schlange-Stehens sind also gezählt.

Zahlungsmöglichkeiten müssen sich den Kundengewohnheiten anpassen

Auch die Zahlungsprozesse hinter jeder Transaktion müssen sich weiterentwickeln, um mit der Nachfrage und den technologischen Verbesserungen Schritt halten zu können. Derzeit können Verbraucher nur an einem Endpunkt bezahlen und ihnen wird oft nur eine kleine Auswahl an Zahlungsmethoden geboten – was möglicherweise zu einem frustrierten Verbraucher und einem Anstieg an Kaufabbrüchen führt.

Die Welt befindet sich aber im Wandel. Ich rechne damit, dass Zahlungsdienstleister in den nächsten fünf Jahren die Möglichkeit bieten werden, jederzeit über das gesamte Einkaufserlebnis hinweg mit einer Vielzahl von Methoden bezahlen zu können. Dabei wird die passende Zahlungsmethode automatisch identifiziert und ein individuelles Einkaufserlebnis entsteht. Neben den offensichtlichen Vorteilen für den Verbraucher wird durch die neuen Prozesse die Zahl der Kaufabbrüche reduziert und die Wertschöpfung gesteigert.

Die Anbieter solcher Systeme werden eine erweiterte Architektur haben, um sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und sich neuen Anforderungen anzupassen – zusammen mit der sich durch Verbrauchergewohnheiten immer weiter wandelnden Zahlungslandschaft. Dies umfasst die Integration neuer Lösungen, die Verbesserung der Kommunikation zwischen Händlern und Verbrauchern und die Entwicklung von robusten Kanälen, um eine sichere Bezahlung weltweilt sicherzustellen.

Neue Wege der Zusammenarbeit: Innovator trifft auf etablierten Payment-Service-Provider

Im Gegensatz zur etablierten Infrastruktur, bei der die Zahlungsdienstleister ihre Systeme anpassen, wenn neue Lösungen eingeführt werden, werden sich Payment-Service-Provider verstärkt direkt mit Innovatoren, die neue Produkte entwickeln, befassen. Diese Partnerschaften ermöglichen neue Formen des gemeinsamen Schaffens und fördern Innovationen im Zahlungsverkehrsmarkt. Die Nachfrage der Verbraucher, neue Innovationen und ein erleichterter Zahlungsprozess gehen Hand in Hand. In den nächsten fünf Jahren werden jene Zahlungsdienstleister zum Anbieter der Wahl, die Verbraucher auf der neugestalteten Customer Journey begleiten und eine Vielzahl von Transaktionstypen anbieten können. Auch mit Hilfe zusätzlicher Vorteile, die sie Händlern anbieten können – einschließlich ihrer Anpassungsfähigkeit auf neue Produkteinführungen – werden sie an beiden Ende des Transaktionsprozesses erfolgreich sein. Verbraucher sind heutzutage ständig auf der Suche nach intelligenteren, schnelleren und einfacheren Optionen und es sieht so aus, als hätte die Zahlungsverkehrslandschaft genau die richtigen Antworten darauf.

Zum Autor: Mit mehr als 25 Jahren internationaler Erfahrung in den Bereichen Business Development, Marketing, ICT und Strategie trägt Christian Bucheli jetzt zur erfolgreichen Internationalisierung des Kartengeschäfts von SIX bei. Als Head Strategic Ventures ist er für die Markt- und Technologieakquisitionen bei SIX Payment Services zuständig.

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Kommentare

  1. Als Verbraucher frustriet
    Gerade in kleinen Städten und im ländlichen Raum werden neben Bargeld überwiegend nur EC Karten als Zahlungsmittel akzeptiert. Werden Kreditkarten vom Personal angenommen, funktioniert das Lesen der Karten vielfach nicht. Hier habe ich den Eindruck dass die billigsten Kartenlesegeräte zum Einsatz kommen. V-Pay wird gar nicht angeboten. Oft sind KassiererInnen nicht ausreichend geschult und kennen die verschiedenen Zahlmethoden nicht.

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