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Einfach mehr Umsatz

Während für Marken der Einsatz von Social Media unverzichtbar und die Taktik eher einfach ist, tut sich ein Gutteil des deutschen Onlinehandels noch schwer mit originellen Konzepten für Facebook, Twitter und Co. Vielleicht hilft ein Blick zu den Nachbarn.

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Von Frank Puscher

1. Empfehlen Sie uns weiter

Selbst das grundlegendste aller Social-Media-Instrumente ist auf den Top10 der deutschen Onlineshops nur selten zu finden. Zwar kann man in der Regel Produkte auf der Produktseite an Social Media weiterleiten, doch auf der Danke-Seite nach dem Einkauf ist das nur bei den wenigsten möglich. Notebooksbilliger macht da eine Ausnahme und richtig aggressiv geht Fab.com vor. Dort gibt es 25 Euro für eine erfolgreiche Weiterempfehlung.

2. Beschenk mich

Kunden, die noch keine Kaufentscheidung getroffen haben, könnten Social Media nutzen, um diese auszulösen. Eine Funktion dafür ist die Wunschliste (Merkzettel) im Onlineshop. Modehändler MyTheresa erlaubt zwar die Weiterleitung einzelner Produkte, die Liste selbst kann aber nicht geteilt werden. Ganz anders beim Vorreiter Amazon. Hier gab es im Dezember sogar fünf Euro als Gutschein, wenn man seine Wunschliste (oder eine neu angelegte) auf Facebook veröffentlichte.


Die Produkte auf der Wunschliste bei MyTheresa kann man veröffentlichen, die Wunschliste selbst nicht.

3. Mach mal ein Foto

Vermutlich gibt es wenige Techniken, die authentischer die Leistungsfähigkeit eines Produktes darstellen können, als Nutzerbilder. Um sich die technische Verwaltung der Daten zu sparen, setzen die meisten US- oder UK-Unternehmen auf Instagram oder Pinterest. Bloomingdales veranstaltete im Oktober einen Selfie-Wettbewerb, der auf Instagram stattfand.

4. Twitter Dein Foto

Für die Nutzer noch einfacher wird es, wenn der Händler gleich einen Hashtag mitliefert. Dann können die Bilder einfach getwittert werden und der Händler kann sie über den Hashtag finden und eventuell in die eigenen Seiten einbinden. Urban Outfitters benutzen weiterhin das Kürzel „#UOonYou“ und haben dafür extra eine Seite im Shop eingerichtet.


Urban Outfitters zeigt die Produkte an Bildern, die von Käufern eingeschickt werden.

5. Führe unsere Kunden

Die gleiche Technik, aber noch einen Schritt weiter, setzt der Schmuckladen Boticca ein. Mit Hilfe des PlugIns Olapic zieht man die Nutzerbilder sogar bis in die Produktnavigation des Onlineshops. Achtung: Man sollte hier einen einzigartigen Hashtag verwenden und dem Nutzer die Verwendung der Fotos erklären. Nicht alle freuen sich über die Prominenz.

6. Packs aus

Einer der größten Trends auf Youtube sind so genannte Unboxing-Videos. Das sind Aufnahmen, die die Nutzer beim Auspacken des ankommenden Päckchens zeigen. Asos veranstaltet regelmäßig Wettbewerbe unter seinen Nutzern über das originellste Auspack-Video. Hierzulande hat das Cyberport auch schon gemacht.

7. Alles in sechs Sekunden

Von Nutzern das Erstellen von Videos zu erhoffen, ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Vielleicht gibt es mehr Resonanz, wenn man die Kurzformate von Vine oder Instagram auswählt. Eine gute Idee ist es, mit eigenen Filmen zu starten und hier muss man sich ein Beispiel an Lowe nehmen. Die Heimwerker haben es geschafft, ein ganz eigenes Format zu entwickeln unter dem Kürzel: Fix in six. Unbedingt anschauen!


In sechs Sekunden ist der Schmutz weg und das Video zu Ende.

8. Häng mit uns ab

Vielleicht ist Google+ als Marketingplattform für die meisten Händler noch nicht viel wert, aber da man für die Sichtbarkeit in Google ohnehin ein Profil braucht, kann man dort auch mal mit dem Videokonferenzsystem Hangouts experimentieren. Das haben auch Bakespace.com und wieder Asos gedacht. Bakespace.com handelt mit Lebensmitteln und bietet folglich Rezeptworkshops und Chats mit Promiköchen an. Natürlich mit Link zum Kaufrezept. Und bei Asos helfen Stylisten nicht nur beim persönlichen Look, sondern zeigen auch noch passende Asos-Produkte.

9. Die besten Pins

Pinterest hat in Großbritannien soeben Facebook überholt, was die Weiterleitung von Nutzern auf E-Commerce-Websites angeht. Besonders erfolgreich funktionieren hier die Rich Pins, das sind Pins mit Metadaten wie zum Beispiel einem Produktpreis. Der kann sogar eine Alarmfunktion enthalten, wenn ein Produkt vergünstigt angeboten wird. Weniger bekannt dagegen ist das Trending Products Widget. Das mag daran liegen, dass es erst ausgewählten Partnern zur Verfügung steht. Der US-Riese Target zeigt auf seiner Website die Produkte, die die Nutzer am liebsten auf Pinterest empfehlen.


The awesome shop ist ein Experiment von Target, wo die besten Pinterest Pins als Navigation benutzt werden.

10. Content, new content, news Content

Freilich sind es coole, lustige, diskussionswürdige oder einfach schöne Themen, die die Nutzer dazu verleiten, ein Inhaltsstück in einem sozialen Netzwerk weiterzuleiten. Und es gibt noch ein Kriterium, nämlich die Aktualität. Als die Londoner U-Bahn Anfang Februar bestreikt wurde, wählte der Kosmetikhändler Soap and Glory die Brachial-Strategie. Als ironischer Kommentar zum Streik wurde ein Foto gewählt, dass sowieso millionenfach geteilt worden wäre, ein schnuckeliges Katzenbild. Und Sowag and Glory profitierte direkt vom aufwallenden Twitter-Gewitter in Sachen Streik.

Mehr über „News-Hijacking“ finden Sie in diesem Artikel.

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