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Editorial zur absatzwirtschaft 11/2017: Vom Meister zum Azubi – Philipp Lahms zweite Halbzeit

Zu den Begleiterscheinungen des Älterwerdens gehört, dass mit der Zeit immer mehr Menschen, die man respektiert und bewundert, jünger sind als man selbst. Einer, für den dies besonders gilt, ist Philipp Lahm. Gerade mal 34 Jahre alt, startet der Ausnahmeathlet in ein neues Leben als Manager und Investor. Das große Interview gibt es in der aktuellen absatzwirtschaft.

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Der gebürtige Münchner, langjährige FC-Bayern-Profi und Weltmeister hat im Fußball alles gewonnen. In Lahms zweite Karriere nimmt er mit, was den 1,70-Meter-Außenverteidiger in seiner ersten groß und so ungemein erfolgreich gemacht hat: taktisches Feingespür und überragende Teamplay-Qualitäten.

 Trainerjob oder Tabakladen

Die absatzwirtschaft hat mit Philipp Lahm gesprochen und ein beeindruckendes Interview geführt, in dem nach dem Spiel vor dem Spiel ist. Es ist ein seltenes Dokument eines weitsichtigen und kalkulierten Loslassens – ein Seitenwechsel mit Ansage. Der gelingt in Rampenlicht-Sportarten nur wenigen Akteuren. Gerade im Fußball gab es für viele Profis lange Zeit nur zwei Alternativen: Trainerjob oder Tabakladen. Lahm hat dem Lockruf des Rekordmeisters widerstanden: „Es fühlte sich nicht richtig an.“ Er entschied sich für einen eigenen Weg. Er hat begriffen, dass alles endlich ist und für ihn nun etwas Neues kommen muss.

Businessprognose für den Fußballspieler

Das Selbstbewusstsein eines Mittdreißigers, der finanziell längst ausgesorgt hat und trotzdem weiter angreift, sollte allen Neueinsteigern Mut machen. Lahms Engagement und Disziplin wie auch sein Fokus auf ein Segment, das nachhaltig zu seinem Image passt, sind vorbildlich. In 75 Prozent seiner Spiele habe er, so sein ehemaliger Mitspieler und TV-Kommentator Mehmet Scholl, eine herausragende Leistung gebracht. In den restlichen 25 Prozent sei er Weltklasse gewesen. Die Businessprognose für den Fußballspieler a. D. ist positiv, nicht zuletzt, weil er als Investor ein klares Bild seiner Zielgruppe hat und die Markenführung wie das Marketing in seinen Unternehmen danach ausrichtet. Erste Erfolge sind bereits sichtbar.

Thema: Kommunikationswirrwarr

Unsere Titelstory widmet sich einer Folgeerscheinung des digitalen Umbruchs, die uns alle betrifft: Der Kunde, lange angeblich König, hat ein gewaltiges Problem. Er ist einerseits Souverän und zugleich hilflos überfordert, weil die Unternehmen auf immer mehr Kanälen mit ihm Kontakt suchen. Wie der verlorene Kunde im Kommunikationswirrwarr für die eigene Marke gewonnen werden kann, erzählt unsere Titelgeschichte. Die Digitalisierung fordert von Unternehmen vor allem anderen den Mut zur Synchronisation und Vernetzung – so einfach ist das und im Detail genauso aufreibend wie komplex.

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