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Ebay und Interactive Media sind die Klassenbesten

Die aktuellen Reichweitenranglisten der Internet Facts bestätigen weitgehend die bisherigen Kräfteverhältnisse im Markt. Allerdings haben sich, gemessen an den Nutzerzahlen, sowohl auf der Anbieter- als auch der Vermarkterseite einige interessante Verschiebungen ergeben.

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Von Roland Karle

Unter den Top 20 der meistgenutzten Internetseiten in Deutschland haben laut der heute veröffentlichten Internet Facts 2013-11 einige Überholmanöver stattgefunden. Mit Computerbild.de (plus 5,3 Prozent) auf Rang 4 und Bild.de (plus 15,2 Prozent) auf Rang 7 haben zwei Ableger klassischer Medienmarken jeweils zwei Plätze gegenüber dem Vorjahr gut gemacht. Auch das ebenfalls zu Axel Springer gehörende Onlineangebot der Zeitung „Die Welt“ legte zu: Durch ein Reichweitenplus von 11,2 Prozent rückte es von Platz 15 auf 13 vor. Der größte Sprung gelang indes Sueddeutsche.de (plus 15,2 Prozent), das sich vom 24. auf den 18. Platz verbesserte.

Keine Veränderungen gibt es auf den vorderen drei Rängen. Auf dem Thron residiert weiterhin Ebay mit 26,12 Unique Users, allerdings ist der Abstand zum Zweitplatzierten T-Online auf nur noch 70 000 Nutzer zusammengeschmolzen. Drittstärkste Website bleibt Gutefrage.net auf Rang 3 mit einer Reichweite von mehr als 18 Millionen.

15,5 Prozent Reichweitenzuwachs für Chefkoch.de

Zu den Aufsteigern unter den führenden Angeboten zählt Chefkoch.de, das von Rang 11 auf 8 geklettert ist. Dank eines Reichweitenzuwachses von 15,5 Prozent binnen eines Jahres auf nun fast zwölf Millionen Nutzer hat es Gruner + Jahrs Kochseite unter die Top 10 geschafft.

Internet Facts: Reichweiten-Rangliste der stärksten Onlineseiten

Rang 2013 (2012) Internetangebot 2013* 2012*
1 (1) Ebay.de 26,12 25,49
2 (2) T-Online 26,05 24,52
3 (3) Gutefrage.net 18,38 18,23
4 (6) Computerbild.de 14,46 13,73
5 (5) Chip Online 14,12 14,26
6 (4) Web.de 14,12 14,95
7 (9) Bild.de 13,74 11,93
8 (11) Chefkoch.de 11,94 10,34
9 (8) Gmx 11,80 12,26
10 (10) Spiegel Online 11,01 11,13
11 (7) Yahoo! Deutschland 10,38 13,06
12 (12) Das Telefonbuch.de 9,96 10,27
13 (15) Die Welt 9,31 8,37
14 (17) DasÖrtliche 9,05 8,03
15 (13) Focus Online 9,01 9,14
16 (16) RTL.de 8,44 8,22
17 (14) Meinestadt.de 8,10 8,59
18 (24) Süddeutsche.de 7,33 6,36
19 (20) Helpster 7,21 7,18
20 (18) MSN 7,18 7,34

* Angaben in Mio. Unique User für den Einzelmonat im Untersuchungszeitraum November 2013/2014
Basis: 106.770 Fälle (2014), 101.316 Fälle (2013), Internetnutzer ab 10 Jahre letzte 3 Monate
Quelle: AGOF e.V. / Internet Facts

Vermarkter Ströer Digital klettert von Rang 8 auf 3

Bei den Onlinevermarktern steht Interactive Media CCSP mit einer Reichweite von 35,8 Millionen auf Rang eins – im Vorjahr war noch Tomorrow Focus Media (jetzt Platz 7) Klassenbester mit 31,6 Millionen. Axel Springer Media Impact (31,9 Millionen) rückt von Rang 4 auf 2 vor, während Ströer Digital (30,7 Millionen) einen kräftigen Sprung nach vorne macht – von Rang 8 auf 3. United Internet Media (28,5 Millionen) als Vierter rutscht um einen Platz nach hinten.

Die aktuelle Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) bestätigt die Rolle des Internets als unverzichtbares Medium für die meisten Deutschen: Knapp 56 Millionen Menschen im Alter von zehn Jahren aufwärts sind inzwischen online. Rund 44 Prozent sind dabei schon seit mehr als eine Dekade im Netz aktiv.

Alle User nutzen dabei ihren Internetzugang für private Zwecke und am liebsten auch direkt von zu Hause (96,8 Prozent) – aber auch von unterwegs (50,5 Prozent), am Arbeits- und Ausbildungsplatz (41,4 Prozent) oder bei Freunden und Verwandten (36,7 Prozent) gehen sie zumindest gelegentlich ins Netz. Weniger beliebt sind der Zugriff an öffentlichen Orten oder an Schulen und Universitäten.

E-Mail und Suche immer noch wichtigste Nutzungsfunktionen

Schwerpunkt der Nutzung sind weiterhin die E-Mail-Kommunikation (86,5 Prozent) und Suchmaschinen (85,6 Prozent). Nahezu gleichauf liegen dahinter der Abruf von Wetterinformationen (73,1 Prozent), Online-Shopping und Nachrichten zum Weltgeschehen (je 71,5 Prozent). Für das regionale und lokale Geschehen interessieren sich im Netz 65,2 Prozent – und mehr als die Hälfte der Befragten (58,4 Prozent) betreibt Online-Banking.

Während bei den Männern Sport (70,9 Prozent), Flirten/Kontakte (60,8 Prozent) und Testergebnisse (59,5 Prozent) die drei Top-Themen sind, stehen bei Frauen Horoskope (68,2 Prozent), Stars und Prominente (63 Prozent) und Familie/Kinder (54,9 Prozent) vornean.

Bücher und Körperpflege beim Produktinteresse an der Spitze

Wenn es um konkretes Produktinteresse geht, sind Bücher (60,1 Prozent) nach wie vor die Nummer eins im Netz. Körperpflege (59,1 Prozent) und Schuhe (55,8 Prozent) folgen auf den nächsten Plätzen. Interesse und tatsächlicher Kauf liegen bei Büchern eng beieinander: 47,1 Prozent der Probanden geben an, in den vergangenen Monaten im Internet mindestens einmal ein Buch bestellt zu haben. Kein anderes Produkt wird so oft im Web gekauft. Die weiteren Bestseller: Eintrittskarten für Theater, Kino & Co (38,4 Prozent), Schuhe (31,9 Prozent), Damenbekleidung (30,4 Prozent), Hotels für Urlaubs- und Geschäftsreisen (29,7 Prozent), Herrenbekleidung (28,1 Prozent) und Last-Minute-Urlaub (27,8 Prozent).

Nach wie vor gibt es altersgemäß deutliche Unterschiede in der Internetnutzung. 28,7 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahre sind 60 Jahre und älter – ihr Anteil unter den Internetnutzern ist allerdings deutlich unterdurchschnittlich und liegt bei 14,7 Prozent. Unterrepräsentiert im Web sind zudem Personen, die keinen Schulabschluss oder Hauptschulabschluss haben: Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei 44,1 Prozent, die Internetnutzung dieser Gruppe beträgt 36,5 Prozent.

Ein ähnliches Auseinanderdriften ist feststellbar beim Vergleich zwischen Berufstätigen und nicht (mehr) Berufstätigen: 53,2 Prozent der hierzulande lebenden Bürger sind im Job, sie stellen zugleich 62,1 Prozent der Webnutzer. Bei den Rentnern und Nichterwerbstätigen, die 32,4 Prozent der Bevölkerung ausmachen, ergibt sich dagegen nur eine Onlinenutzerquote von 19,2 Prozent.

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