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E-Mail-Versandsysteme: Nur jede vierte Lösung für deutsche Unternehmen geeignet

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Die jüngste Entwicklung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) wird auch für E-Mail-Versandlösungen Konsequenzen haben. Jeder vierte ESP unterlässt es, ein Datencenter in der EU zu betreiben. 58 Prozent verzichten auf deutschsprachigen Kundensupport. Aber selbst von den Anbietern, die Software-Oberfläche, Dokumentation oder Support auf Deutsch anbieten, verfügt nur jeder zweite über Versandserver, die auch in Deutschland zertifiziert sind

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In Deutschland gelten spezielle Anforderungen an Datenschutz und Server-Zertifizierung. Zwar bieten fast alle Versandsystem-Anbieter Cloud-Lösungen, aber oft hapert es an der CRM- und CMS-Integration. Nach drei Jahren hat Absolit die Übersicht der E-Mail-Service Provider (ESP) neu aufgelegt. 111 Software-Anbieter werden in der aktuellen Version der seit 2002 durchgeführten Studie analysiert. „Gemeinsam mit Bruno Florence aus Frankreich und Jordie van Rijn aus den Niederlanden ist es erstmals ein internationaler Guide“, vermeldet Co-Autor Torsten Schwarz stolz. Anhand von 350 Kriterien werden die Lösungen detailliert dokumentiert.

Nur jeder zweite verfügt über Versandserver, die in Deutschland zertifiziert sind

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EuGH-Chefanwalt Yves Bot erklärte die Speicherung von EU-Daten in Amerika für illegal. Nicht nur für Facebook, Amazon und Apple, sondern auch für E-Mail-Versandsysteme wird das Konsequenzen haben. Jeder vierte ESP unterlässt es, ein Datencenter in der EU zu betreiben. 58 Prozent verzichten auf deutschsprachigen Kundensupport. Aber selbst von den Anbietern, die Software-Oberfläche, Dokumentation oder Support auf Deutsch anbieten, verfügt nur jeder zweite über Versandserver, die auch in Deutschland zertifiziert sind. Software-as-a-service (SaaS) ist heute Standard – 99 Prozent der ESPs bieten eine Cloud-basierte Lösung.

E-Mails ohne Einwilligung versenden

Auch auf die Bezahlmodelle wird eingegangen. Kritisch sehen die Autoren das Freemium-Modell. 22 Prozent der ESPs bieten eine Gratisnutzung als Basismodell an, um damit neue Kunden zu gewinnen. Dieses Modell zieht unseriöse Unternehmen an, die E-Mails ohne Einwilligung versenden. Das führt zu erhöhten Beschwerden und schadet indirekt der Reputation der seriösen Kunden. Manchen ESPs wurde in der Vergangenheit schon zeitweise die Zertifizierung entzogen. Alle Kunden litten dann unter den Folgen schlechterer Zustellbarkeit. „Mitgefangen, mitgehangen“ kommentiert Schwarz diese Form der Sippenhaft und empfiehlt: „Achten Sie darauf, wie viele Beschwerden es über Ihren ESP bei der Zertifizierungsstelle CSA gibt“.

Alle ESPs raten ihren Kunden, nur relevante Inhalte an die passende Zielgruppe zu senden. Aber nur 35 Prozent bieten eine wirklich bequeme visuelle Zielgruppenauswahl per Drag&Drop an. Auch bei der Integration der Adressen aus Customer Relationship Management (CRM) und der Inhalte aus Content-Management-Systemen hapert es zum Teil. Bei 14 Prozent (CRM) respektive 21 Prozent (CMS) gibt es gar keine Anbindung. Von den 14 CRM-Systemen ist Salesforce am besten angebunden. 47 Prozent der ESP haben hier eine bestehende Schnittstelle.

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Kommentare

  1. Eine sehr gute Zusammenfassung! Aufgrund der Dominanz der Sozialen Medien ist das Thema E-Mailmarketing und die Konsequenzen des EU-Urteils noch gar nicht so in den Fokus gerückt. Auch Newsletterversender in Deutschland, die freie Software verwenden (z.B. Mailchimp) sollten sich diesen Artikel genau durchlesen.

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