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E-Mail-Stress hemmt Produktivität

Mails, die ständig Arbeitsprozesse unterbrechen, führen zu sinkender Produktivität. Wissenschaftler verschiedener britischer Universitäten untersuchten die Verhaltensweisen von 177 Arbeitnehmern.

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Das berichtet die britische Zeitung „The Observer“. Der Report spricht von dem Phänomen „E-Mail Stress“ – von müden, frustrierten und unproduktiven Arbeitnehmern. Allein die hohe Zahl der erhaltenen E-Mails versetzte 34 Prozent der Teilnehmer in einen Stresszustand, weitere 28 Prozent fühlten sich getrieben, da sie die Mails ebenfalls als Stressquelle sahen. Lediglich 38 Prozent zeigten einen entspannten Umgang mit der elektronischen Post und beantworteten sie zum Teil erst am nächsten Tag oder sogar erst in der folgenden Woche.

Durch die hohe Frequenz, mit der normalerweise der Posteingang auf neue Nachrichten kontrolliert werde, sinke die Produktivität und Konzentrationsfähigkeit erheblich. Die Studie zeigte jedoch, dass den meisten gar nicht bewusst war, wie oft sie ihren Arbeitsprozess unterbrechen, um nach neuen Nachrichten zu sehen. Die Hälfte der Teilnehmer gab an, ihre Mails mehr als einmal pro Stunde zu überprüfen und 35 Prozent gaben an, dies alle 15 Minuten zu tun. Eine Monitoring-Software zeigte jedoch letztendlich das wahre Ausmaß: Die Studienteilnehmer kontrollierten ihren Posteingang pro Stunde 30 bis 40 Mal auf neu eingegangene Mails.

Diese Unterbrechungen des Arbeitsprozesses führten dazu, dass der IQ durch die Ablenkung um bis zu zehn Punkte fallet. Besonders betroffen davon seien Angestellte in kreativen Berufen, die sich über längere Zeitspannen auf ein Projekt konzentrierten, beispielsweise Wissenschaftler, Architekten oder Journalisten. Angestellte in Call-Centern hätten nicht mit demselben Problem zu kämpfen, da die Beantwortung von E-Mails in ihrem Beruf wesentlich sei und keine Unterbrechung darstelle. (-pte)

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