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Duracell-Hase, Käpt’n Iglo oder Ronald McDonald: Das sind die legendärsten Werbefiguren im deutschen Fernsehen

Milka, Marlboro, Iglo, Duracell

Mit den ersten farbigen Spots begann vor 50 Jahren in der Bundesrepublik die Neuzeit der Fernsehwerbung – und mit diesem neuen Phänomen auch die Verbreitung von Werbefiguren. An viele erinnern wir uns heute nicht mehr – andere wiederum sind heute noch in der Werbung zu sehen. Ein Überblick.

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Bärenmarke-Bär

Die putzige Figur mit der Teddy-Ausstrahlung wurde 1951 entwickelt und ist bis heute für Bärenmarke im Einsatz.

Camel-Kamel

Das 1913 für Camel entworfene Werbesymbol ist eigentlich ein Dromedar. Camel-Zigaretten kamen in Deutschland 1968 auf den Markt.

Duracell-Hase

Wurde 1973 zum ersten Mal in den USA laufen gelassen. 2016 feierte er nach zehnjähriger Pause ein Comeback im deutschen Fernsehen.

Esso-Tiger

Schon in den 20ern warb der Mineralölkonzern mit dem Tiger, aber erst ab 1965 war er in der deutschen Werbung zu sehen. Bis 1969 lief die Zeichentrick-Kampagne unter dem Motto „Pack den Tiger in den Tank“. 1986 kam der Esso-Tiger zurück, dann aber von realen Tieren verkörpert.

Frau Antje

Von 1961 bis in die 90er-Jahre Werbefigur für den niederländischen Molkereiverband NZO, von verschiedenen Frauen dargestellt. 2000 kehrte die Käsespezialistin in die Werbung zurück.

HB-Männchen

Die Werbefigur in den Cartoons für die BAT-Zigarettenmarke heißt eigentlich Bruno. 1957 bis 1974 waren die Filme im TV, dann nach dem Verbot der Zigarettenwerbung im Fernsehen bis 1984 nur noch im Kino zu sehen.

Herr Kaiser

Der Versicherungsvertreter der Hamburg-Mannheimer war von 1972 bis 2009 in der Fernsehwerbung präsent, immer freudig mit „Hallo, Herr Kaiser!“ begrüßt. Gespielt wurde Herr Kaiser von Günter Geiermann, Franz-Michael Schwarzmann und Nick Wilder.

Hustinetten-Bär

Werbefigur für die Beiersdorf-Hustenbonbon-Marke, die 1966 eingeführt wurde und bis Mitte der 80er-Jahre zu sehen war.

Käpt’n Iglo

Seit 1985 wirbt der Seemann, dargestellt unter anderem vom Schauspieler Gerd Deutschmann, für gefrorenen Fisch und andere Produkte der Tiefkühlkost-Marke.

Karin Sommer

Sie war von 1972 bis 1985 als kompetente Hausfrau für Jacobs Kaffee im Einsatz. Karin Sommer wurde von der österreichischen Schauspielerin Xenia Katzenstein dargestellt.

Klementine

Vielleicht die populärste deutsche Werbefigur überhaupt. Die Schauspielerin Johanna König warb als Klementine von 1968 bis 1984 in der weißen Latzhose und mit Schirmmütze für Ariel. Von ihr erfuhr man, dass Wäsche „nicht nur sauber, sondern rein“ sein sollte.

Marlboro-Mann

1954 entwickelt, sollte der Cowboy der Zigarettenmarke ein rustikaleres, männliches Image verpassen. Ab 1971 verbreitete er auch in Deutschland den „Geschmack von Freiheit und Abenteuer“. An den Folgen des Rauchens sind mehrere Darsteller des Marlboro-Mannes gestorben.

Meister Proper

Der Muskelmann ist seit 1957 für den gleichnamigen Haushaltsreiniger von Procter & Gamble im Einsatz. In der deutschen Werbung trat er 1967 an. In den 90er-Jahren entstand ein regelrechter Kult um den charismatischen Glatzkopf, der sogar seine eigene Modekollektion bekam.

Milka-Kuh

Nachdem die Schokoladen-Marke schon 1952 mit einer lila Kuh inszeniert wurde, wurde die heute bekannte Figur 1972 in die Werbung eingeführt, seit 1973 ist sie im Fernsehen zu sehen.

Persil-Mann

Gespielt von Jan-Gert Hagemeyer, gab er von 1975 bis 1985 und dann noch einmal 1995 sachliche Informationen zu Persil.

Robert T-Online

Der schrille Yuppie trommelte 2000 für den Börsengang der Telekom-Tochter T-Online. Hinter der vermeintlichen Computeranimation agierte der Schauspieler Matthias Kostya. 2003 nahm Robert T-Online Abschied.

Ronald McDonald

Nach dem Marlboro-Mann die international bekannteste Werbefigur, der 1963 erstmals in amerikanischen Werbespots zu sehen war. In Deutschland ist der Clown in erster Linie als Patenfigur für die McDonald’s Kinderhilfe bekannt.

Rudi & Ralph

Die beiden kultigen Hirsche liefern seit 1999 ironische Sprüche für Jägermeister.

Sarotti-Mohr

Bereits 1918 warb Sarotti mit der Werbefigur aus Tausendundeiner Nacht, ab 1964 trat er auch in der deutschen Fernsehwerbung auf. Im neuen Jahrtausend rief die politisch nicht korrekte Bezeichnung „Mohr“ viele Kritiker auf den Plan. 2004 machte Stollwerck aus dem Sarotti-Mohr den Sarotti Magier der Sinne.

Tilly

So hieß die Mitarbeiterin eines Kosmetiksalons, die von 1966 bis 1992 in der Werbung für Colgate Palmolive zu sehen war. Sie badete die Hände ihrer Kundinnen in Spülwasser, das offenbar einen regelrechten Schönheitseffekt erzeugte.

Die Ausgabe der absatzwirtschaft 01/02/2017 finden Sie HIER

Editorial zur absatzwirtschaft 01/02/2017: Das schiefe Verbraucherbild der Politik

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Kommentare

  1. Ja das erinnert mich an meine Jugend.
    Diese legendären Markenbotschafter haben mich unter anderem zum Fisch essen gebracht.
    Die vermeintliche Optimierung in unserer Zeit hat allerdings den Charme verloren.
    Wenn ich mich an den süssen Bären erinnere und ihn heute computeranimiert sehe…
    Oder das neue Bild auf der Kinderschokolade

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