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Dmexco-Congress 2017: Die vernetzte Welt von BMW

Rik van der Kooi (Microsoft) und Dieter May (BMW)

Das Lieblingsspielzeug der Deutschen wird immer digitaler. Daraus folgt: Ein Höchstmaß an Vernetzung, und zwar mit der Umwelt und Infrastruktur. Dieter May (BMW) und Rik van der Kooi (Microsoft) reisten mit den Zuhörern in die neue Welt der Mobilität.

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Auf der dmexco gab es ein spannendes „CrossOver“ zweier Vordenker aus dem Hause von BMW und Microsoft: So widmeten sich Dieter May, Senior Vizepräsident für Digitale Services und Geschäftsmodelle bei BMW, und Rik van der Kooi, Corporate Vizepräsident Microsoft Search Advertising, einer der heißesten Fragen der vernetzten Welt: Wie wird sich das Auto der Zukunft mit dem Haus, Büro, Freunden oder der Familie vernetzen und was bedeutet dies für das digitale Leben der Verbraucher? Eine berechtigte Frage, denn das Auto der Zukunft ist eben nicht mehr nur intern vernetzt, sondern auch extern verzahnt. Dafür sorgen Internetzugang und WLAN-Verbindung, die zur Standardausrüstung eines jeden „connected car“ gehören.

Personalisiert wie ein Smartphone

Externe Vernetzung bedeutet für May vor allem eines: eine enge Verbindung mit dem Fahrer. Daher lege BMW seinen Schwerpunkt in Sachen Mobilität künftig vor allem auf die Personalisierung des Automobils, ganz nach dem Motto „mit dem Auto ins digitale Leben“. Denn ähnlich wie mit dem Smartphone verbringe jeder eine Menge Zeit mit seinem Auto, insbesondere Pendler. Motor- oder Getriebegestaltung würden künftig hingegen eher eine untergeordnete Rolle spielen. Viel wichtiger seien Design, Displayqualität und eben: die automatische Erkennung des Fahrers über individuelle Nutzerprofile. Dabei werde es egal sein, ob der Fahrer in seinem eigenen oder einem geliehenen Auto sitze: Das Auto wisse immer, wohin der Fahrer am häufigsten fahre oder welche Musik er gerne höre. Damit werde das Auto zum „ultimate smart device“ vergleichbar mit einem Smartphone, einer Mobile Watch oder dem PC zu Hause und eröffne eine neue User-Experience – konsistent vernetzt über alle Geräte hinweg und abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse sowie den Kontext jedes Nutzers, beschreibt May und lässt dabei immer wieder das Wort „Customer Centric“ als das Thema der Zukunft fallen.

BMW Connected – vom Auto zum Smart Device

BMW Connected ist für BMW und auch Microsoft der erste Schritt zur Realisierung dieser Vision. Bereits seit vielen Jahren vereint die BMW Group unter dem Namen „BMW ConnectedDrive“ ein Portfolio an Funktionen, die Fahrer, Fahrzeug und Umwelt intelligent miteinander vernetzen sollen. Allerdings waren die Funktionen von „BMW ConnectedDrive“ hauptsächlich an das Fahrzeug gebunden. Das sollte sich mit dem „Einläuten einer neuen Ära“ im März vergangenen Jahres schließlich ändern, und zwar mit „BMW Connected“ – einem System, das das Auto in ein vollständig mit der Welt verbundenes Smart Device verwandelt. So kann „BMW Connected“ zum Beispiel mobilitätsrelevante Informationen wie Adressen und Terminzeiten aus dem Smartphone-Kalender kombinieren oder basierend auf Echtzeit-Verkehrsdaten über die optimale Abfahrtszeit informieren. Da „BMW Connected“ keine Hardware, sondern eine kostenlose App für IOS und Android ist, kann es sich weiterhin mit Android-Endgeräten, Smartwatches und Amazon Echo verbinden. Innerhalb von zwölf Monaten wurde es in 29 Märkten eingeführt und verzeichnet seit Juni 2017 über eine Million User. Basis der digitalen Dienste ist ein digitales, fahrzeugunabhängiges Kundenprofil, die BMW ID, die der Nutzer in seinem Endgerät mit sich führt und dadurch in jeden BMW mitnehmen kann. Es beinhaltet Informationen wie personalisierte Fahrzeugeinstellungen, favorisierte Office-und Entertainmentdienste oder Mobilitäts-Routinen.

Die Open Mobility Cloud …

Möglich würden die personalisierten Services von „BMW Connected“ laut Rik van der Kooi durch die Open Mobility Cloud: „Alle Daten, die unsere Kunden in ihren mobilen Endgeräten mit sich tragen, wollen wir verbinden und so das Auto in einen persönlichen Weggefährten der Fahrer verwandeln“, so van der Kooi. Denn durch die riesigen Datenmengen kenne man die Fahrer letztlich nicht nur ganz genau, man könne ihnen auch persönlich abgestimmte Services bieten, wie die richtige Sitzeinstellung, die Lieblingsmusik und vieles mehr. Theoretisch seien bereits jetzt alle Kapazitäten für jegliche Services da, man müsse sie nur proaktiv nutzen. Und das wollen BMW und Microsoft gemeinsam tun. Die Daten möchte BMW übrigens nicht verkaufen oder dafür nutzen, dem „Fahrer den nächsten Starbucks um die Ecke zu zeigen“, so May. Sie sollen ausschließlich für die Erhöhung der User Experience verwendet werden.

… und die Technologie dahinter

Die Architektur der Cloud baut auf den integrierten Tools und der Technologie der Microsoft Cloud-und Datenplattform Azure auf, das in der Lage ist, Daten und Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zu verarbeiten und zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus bietet Azure Fähigkeiten des maschinellen Lernens und der Datenanalyse, das heißt, es lernt den Fahrer bei jeder Tour besser kennen und kann darauf basierende Voraussagen treffen. Nur so wird die hohe Personalisierung und Kontextorientierung der Dienste möglich. Da die Plattform sehr flexibel ist, können künftig auch weitere Touchpoints wie neue Endgeräte oder neue Partner-Services eingebunden werden.

Die nächste Stufe: „BMW Connected+“

Eine neue Ausbaustufe der Personalisierung im Fahrzeug und der Anzeige von Smartphone-Inhalten auf dem Control Display des BMW ist „BWW Connected+“. Es beinhaltet neue Dienste wie eine vereinfachte Routenplanung vom Smartphone aus, automatische SMS-Updates, die Freunde oder Geschäftspartner über den aktuellen Standort informieren, oder eine sich der Fahrt anschließende Fußgängernavigation auf dem Smartphone.

Fahrzeit effektiv nutzen mit Microsoft Exchange

Den BMW in ein fahrendes Büro verwandeln soll zudem die Integration von Microsoft Exchange und die Verfügbarkeit von Skype for Business ab Herbst 2017. Microsoft Exchange ermögliche laut Unternehmen eine sichere Einbindung des E-Mail-Accounts an das Fahrzeug. Neue E-Mails oder Terminänderungen können so direkt auf dem Control Display angezeigt oder E-Mails über die Spracheingabe erstellt werden. Beim Thema Spracheingabe verweist van der Kooi noch auf die hauseigene Sprachassistentin Cortana – eine Software, die ähnlich wie Apple Siri oder Amazons Alexa ermöglicht, den Fahrer zu verstehen und aus dem Verhalten der Fahrer zu lernen.

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