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Digitale Wirtschaft: Wer verdient am meisten?

© Fotolia 2014

Die digitale Wirtschaft wächst und bringt jede Menge neuer Arbeitsmodelle und Berufsbilder hervor. Welche Jobs am besten bezahlt werden und mehr hat eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Kienbaum herausgefunden.

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Innovationsmanager sind mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 100 000 Euro mit Abstand die Top-Verdiener unter den Fachkräften mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung in der Branche, so das Ergebnis der aktuellen Studie „Arbeiten in der digitalen Gesellschaft“ des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Beratungsgesellschaft Kienbaum. Grundlage waren Angaben von 1200 Fach- und Führungskräften aus der Branche.

Auf den Plätzen zwei und drei der Rangliste folgen Business Development Manager sowie Digital Sales Manager/Account Manager/Key Account Manager mit jeweils 80 000 Euro durchschnittlichem Jahresgehalt auf Senior-Level. Am wenigsten verdienen Senior-Spezialisten in der Digitalen Wirtschaft, wenn sie als Affiliate Marketing Manager (44 000 Euro) oder Digital Designer (48 000 Euro) arbeiten. „Die Digitale Wirtschaft ist eine innovationsgetriebene Branche: Deshalb sind die Gehälter in den Bereichen Business Development, Innovation und Vertrieb oft sehr gut. Innovation schreibt die Digitale Wirtschaft auch auf der Produktseite groß und vergütet das entsprechend“, sagt Fabian Kienbaum, Geschäftsführer von Kienbaum Consultants International.

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Quelle: BVDW

Gehälter steigen vergleichsweise schnell

Die Top drei der Jobs bilden Online Marketing Manager, Projektmanager Online und Digital Sales Manager. „Die Digitale Wirtschaft ergänzt klassische Jobprofile wie Kundenbetreuer, Projektmanager oder Marketing Manager um digitale Aspekte. Die Mitarbeiter müssen spezifische Digital-Kompetenzen mitbringen, um ihre Aufgaben im digitalen Bereich bewältigen zu können. Diese Entwicklung ist zukunftsweisend für eine Vielzahl von Berufen in der gesamten Wirtschaft“, sagt Harald R. Fortmann, Botschafter für Bildung & Personalentwicklung im BVDW.

Wer sich dabei gut anstellt, kann auf baldige Gehaltserhöhung hoffen. Laut Studie steigen die Löhne von Fachkräften in der digitalen Wirtschaft deutlich schneller als in anderen Branchen und Funktionen: Für dieses Jahr ist die Vergütung im Schnitt um fünf Prozent gestiegen. In vergleichbaren Berufen anderer Branchen wie etwa in Maschinenbau, Handel, Banken oder Versicherungen haben die Unternehmen die Gehälter im Schnitt nur um 2,9 Prozent erhöht.

Auch Boni sind in der in Teilen bereits verbreitet: Im Schnitt erhalten 49 Prozent der Spezialisten eine variable Vergütung. Sie beträgt durchschnittlich 6 500 Euro im Jahr, wobei Senior-Spezialisten mit 8 700 Euro einen mehr als doppelt so hohen Bonus erhalten wie Junior-Spezialisten mit 3 400 Euro.

Flexible Arbeitsmodelle brauchen gute Führung

Eine Nachricht, die den oder die ein oder andere(n) freuen dürfte: Der Anteil weiblicher Fachkräfte ind er Branche liegt bei überdurchschnittlichen 39 Prozent – branchenübergreifend sind es gerade mal 23 Prozent. Besonders junge Frauen finden hier geeignete Arbeitsplätze: Unter den Spezialisten bis 30 Jahre ist der Frauenanteil höher als der Anteil an Männern. Je höher man geht, desto mehr verändert sich das Bild aber wieder. Von den 36- bis 40-Jährigen Fachkräften ist allerdings nur etwa ein Drittel weiblich.

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Quelle: BVDW

Zu den häufigsten Benefits für Spezialisten in der Digitalen Wirtschaft gehört die Möglichkeit, flexibel arbeiten zu können: 60 Prozent der Studienteilnehmer kommt in den Genuss flexibler Arbeitszeitmodelle. „Hier sind insbesondere die Führungskräfte in ihrer Rolle als Moderator gefragt“, sagt Fabian Kienbaum. „Führung ist heute indirekter, eine Kommunikation von Angesicht zu Angesicht oftmals nicht möglich. Umso wichtiger ist eine Persönlichkeit, die Authentizität, Vertrauen und Souveränität ausstrahlt. Wer von seinen Mitarbeitern erwartet, dass sie sich mit den Zielen des Unternehmens identifizieren, muss ihnen auch die Chance geben, ihre kreativen Ideen umzusetzen.“

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse gibt es hier.

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