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Digitale Assistenten sollen sich künftig in IT durchsetzen

Vor zehn Jahren wären wir von einem Handy überwältigt gewesen, das leistungsfähiger ist als damals ein durchschnittlicher PC. Aber in noch einmal zehn Jahren dürften iPhones und andere jetzt aktuelle Smartphones hoffnungslos überholt sein. Stattdessen werden sich nach Informationen des Handelsblatts „digitale Assistenten“ Bedürfnisse anhören und dabei helfen, diese zu erfüllen.

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Danach wird die Technik im nun anbrechenden neuen Jahrzehnt schnellere und zunehmend intelligentere Geräte hervorbringen. Diese sollen zunehmend mit Sensoren und Speicherbausteinen ausgestattet sein, die menschliche Aktivitäten aufzeichnen und digitale Dossiers erstellen, um unser Gedächtnis zu verankern, die Informationsflut zu kanalisieren und Menschen bei Entscheidungen zu helfen. Doch die Vision von immer mehr und immer enger vernetzten Geräten, die 2010 massive Mengen von Daten erzeugen und filtern, sei nur eine logische Fortschreibung der IT-Entwicklung seit dem Jahr 2000.

Zur Jahrtausendwende habe ein iMac einen Arbeitsspeicher von 64 Megabyte gehabt, wohingegen der Arbeitsspeicher heute 60 Mal so groß sei. Die Festplatte des iMacs von 1999 konnte 10 Gigabyte (GB) aufnehmen, wogegen das mittlerweile bei 500 GB anfange. Im kommenden Jahrzehnt sollen alle Informationen im Netz laut James McQuivey von Forrester Research sofort und überall verfügbar sein. Seiner Prognose zufolge werde es dazu kommen, dass man auf einer wissenschaftlichen Konferenz eine Bekannte trifft und sofort deren aktuelle Forschungsvorhaben aufrufen kann. Software werde sich alles merken, was McQuivey eingekauft, online gelesen oder im Fernsehen angeschaut habe. Und ein „Smart Filter“ soll aufgrund der Auswertung solcher Daten Empfehlungen, beispielsweise für ein neues Buch, geben.

Craig Mundie erwarte als Forschungschef von Microsoft, dass wir kurz vor einer Ära von digitalen Geräten stehen, die auf unsere Stimme und auf Gesten reagieren und die unsere Handschrift erkennen. „Digitale Assistenten“ würden sich daher jeweilige Bedürfnisse anhören und dabei helfen, diese zu erfüllen. Mobile Geräte könnten von schnelleren Verbindungen in die „Cloud“ beziehungsweise leistungsstarken Computernetzen profitieren, die eine Vielzahl von Informationen, Anwendungen und anderen Diensten bereitstellen. Zudem bräuchten wir künftig nicht mehr „ins Internet gehen“, weil das Netz bereits überall vorhanden sei. „Jedes physische Objekt wird von einer digitalen Wolke umgeben sein“, sagt Marina Gorbis als Leiterin des Institute for the Future. Damit würden auch immense Herausforderungen für den Schutz der Privatsphäre einhergehen, welche einem neuen IT-Unternehmen das Feld für einen Aufstieg bereiten könnte, wie ihn Google im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts erfahren hat.

www.handelsblatt.com

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