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Die Zahl der Kinobesucher in Westeuropa steigt um 50 Millionen

In 2004 besuchten 896,6 Millionen Besucher die Kinos in Westeuropa. Das sind rund 50 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Bis 2009 soll die Besucherzahl um weitere sieben Prozent wachsen. Die Studie "Cinema Exhibition and Distribution in Western Europe" untersucht die Entwicklung und Ausstattung der Kinomärkte in 13 Ländern.

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Der Studie zufolge gab es hinsichtlich der Kinoumsätze (Box Office) 2004 drei Kinomärkte, die die Ein-Milliarden-Dollar-Grenze erreicht haben: Frankreich, Großbritannien und erstmals auch Deutschland. Auf diesem Niveau werde Spanien erst 2009 sein, prognostizieren die Marktbeobachter. Für sie sind Großbritannien, Irland, Griechenland und Österreich die Märkte, die im europäischen Vergleich innerhalb der nächsten fünf Jahre den stärksten Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen.

Die Entwicklungen der ersten Jahreshälfte 2005 lassen die Marktforscher erwarten, dass es im aktuellen Kinojahr einen leichten Rückgang bei der Anzahl der Kinobesucher gibt. Der Besucherschwund werde allerdings nicht derart dramatisch ausfallen, wie einige Prognosen annehmen. Auch 2005 sei der europäische Kinomarkt von weitreichenden Konsolidierungsprozessen führender Kinobetreiber gekennzeichnet. Venture-Capital-Gesellschaften seien nach wie vor aktiv und interessiert, Kinoketten zu übernehmen. In Großbritannien werde schon heute die Top-Five der Kinobetreiber von drei Venture-Capital-Firmen kontrolliert, darunter die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma Capital Partners, die sich europaweit zum führenden Kinobetreiber entwickelt habe.

Die neuen Eigentümer müssten erhebliche Anstrengungen unternehmen, um ihre Investitionen profitabel zu machen, berichten die Marktbeobachter. Vor dem Hintergrund absehbar rückläufiger Besucherzahlen im Kinojahr 2005 und einem nur leichten Wachstum bis 2009 seien Kostenreduzierungen und Rationalisierungsaktivitäten unabdingbar. „Die neuen Kapitalinvestitionen werden zur Modernisierung der Ausstattung der Kinos beitragen und Erweiterungen dort anstoßen, wo sie notwendig sind. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten der nächsten fünf Jahre wird dabei die Ausrüstung der Kinos mit digitaler Technik sein, mit der eine wesentlich flexiblere Verbreitung von Filmen möglich ist,“ erklärt Charlotte Jones, Screen Digest-Analystin und Autorin der Studie.

www.goldmedia.de

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