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Die Studien der Woche: Einstiegsjobs mit klaren Vorstellungen, Marken ohne Profil und kompetente Frauen

Warum sind Frauen nicht so selbstbewusst wie Männer? Warum kaufen wir Technik nach Aussehen? Und wie entscheiden sich Berufseinsteiger für einen Job?

Jede Woche werden neue Studien veröffentlicht, die für Unternehmen und Marketer wichtig sein können. absatzwirtschaft liefert eine Zusammenschau der wichtigsten Forschungsergebnisse der vergangenen Woche.

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Top 1: Berufseinsteiger haben klare Vorstellungen, welchen Job sie ausüben wollen

2015-07_Der-typische-AbsolventDie meisten Absolventen in Deutschland haben konkrete Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft: Mehr als zwei Drittel (72 %) wissen, in welcher Branche sie arbeiten möchten. 76 Prozent der Befragten sind sich darüber im Klaren, welchen Job sie ausüben wollen. Was den künftigen Arbeitgeber angeht, sind die Berufseinsteiger offen: Nur einer von vier Absolventen weiß schon, in welchem Unternehmen er arbeiten möchte. Das sind Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von StepStone und Studierenden der Universität zu Köln, für die bundesweit rund 1.300 Absolventen befragt wurden.

Drei von vier Befragten suchen aktiv nach einer passenden Einstiegsposition. Besonderes Augenmerk legen sie dabei auf Arbeitsinhalt, Entwicklungschancen, einen sicheren Arbeitsplatz und Gehalt. Die Größe des Unternehmens spielt bei der Suche nach dem Einstiegsjob hingegen eine weitaus geringere Rolle. Deutschland zu verlassen, um eine Stelle im Ausland anzutreten, können sich 36 % der Befragten vorstellen. Praktikum? Nein, danke! Zwei Drittel der akademischen Nachwuchskräfte in der Bundesrepublik verfügen bereits über Praxiserfahrungen in Form von Praktika oder Nebenjobs. Mit 96 Prozent strebt die große Mehrheit der Absolventen nach dem Abschluss eine Festanstellung an, 60 Prozent zielen auf einen Job als Trainee ab, 12 Prozent bevorzugen eine Promotion.

Top 2: 76 Prozent der Marken fehlt ein klares Profil

Wenig Differenzierung, viel Austauschbarkeit: 76 Prozent der Marken mangelt es nach Meinung der Markenverantwortlichen an einem klaren Profil. Obwohl die Marke für über 90 Prozent der Entscheider ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg ist, spielt Markenführung im Unternehmensalltag meist eine untergeordnete Rolle. Nur etwas mehr als 50 Prozent der Unternehmen haben beispielsweise fest definierte Markenziele. Zu diesen Ergebnissen kommt die Gemeinschaftsstudie „Deutscher Markenmonitor 2015“ des Rat für Formgebung und der GMK Markenberatung.

Kein Wunder, dass lediglich 40 Prozent der befragten Experten der Meinung sind, dass ihre Kunden ein klares Bild davon haben, wofür die eigene Marke steht.  „Auch wenn die Marke zunehmend als Wertschöpfungsfaktor erkannt wird, bleiben ganzheitliche Markenerlebnisse nach wie vor die Ausnahme“, erklärt Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung.

Zu den wenigen Unternehmen, die das große Einmaleins der Markenführung in Gänze beherrschen, gehört beispielsweise der Badausstatter Kaldewei. Mit mehr als 80 nationalen und internationalen Designpreisen ist das Ahlener Familienunternehmen heute einer der meistprämierten Badhersteller der Welt. Dass es nur wenigen Unternehmen gelingt, eine starke Marke aufzubauen hat mehrere Gründe. Die größten Probleme sehen die befragten Markenexperten insbesondere in der unzureichenden Implementierung der Markenstrategie im Unternehmen (38 Prozent), in der Gleichsetzung von Markenführung mit Werbung (37 Prozent), in der zu geringen Aufmerksamkeit des Managements für das Thema Markenführung (33 Prozent), der unklaren Rolle und Funktion der Marke für die Mitarbeiter (28 Prozent) sowie den zu geringen Marken-Budgets (28 Prozent). Fazit: Zu geringer Stellenwert, mangelndes Markenwissen und schlechte Umsetzung der Markenpositionierung sind demnach die größten Probleme.

Top 3: Aussehen technischer Produkte wenig kaufentscheidend

Eine Vielzahl neuer Technik-Produkte ist seit Anfang des Jahres auf dem Markt, einige optisch ansprechender als andere.
GfK fragte mehr als 26.000 Internetnutzer in 22 Ländern, wie sehr sie der Aussage „Aussehen und Form eines technologischen Produkts sind sehr wichtig bei der Kaufentscheidung“ zustimmen. Insgesamt geben 33 Prozent aller Befragten an, dass ihnen Äußerlichkeiten eines Technik-Produkts wichtig sind. Nur 9 Prozent sehen das anders und sind nicht dieser Meinung.
Insgesamt 21 Prozent der deutschen Internetnutzer geben an, dass ihnen Aussehen und Form beim Kauf eines technischen Produkts sehr wichtig sind. Darunter 7 Prozent, die der Aussage sogar voll und ganz zustimmen. Fast genauso viele (20 Prozent) lassen sich hierzulande bei der Kaufentscheidung jedoch nicht nur vom Look & Style beeinflussen. Damit besitzen die Deutschen im internationalen Ländervergleich zusammen mit Schweden (26 Prozent) und Belgiern (22 Prozent) den höchsten Prozentanteil an Verbrauchern, die Äußerlichkeiten eines Gadgets eher unwichtig finden.
Vor allem die 15 bis 19-Jährigen (40 Prozent) finden Aussehen und Form eines Technik-Produkts sehr wichtig. Darunter 13 Prozent, die der Aussage sogar voll und ganz zustimmen. Je älter die Befragten, desto unwichtiger werden Look & Style. Während noch 23 Prozent der 30 bis 39-Jährigen auf Äußerlichkeiten bei technologischen Produkten achten, lassen sich nur noch 15 Prozent der Befragten ab 60 Jahren bei ihrer Kaufentscheidung davon beeinflussen. Auch der Geschlechtervergleich innerhalb Deutschlands zeigt, Frauen und Männer sind in diesem Punkt ähnlicher Meinung. Knapp ein Viertel der Männer und 19 Prozent der Frauen geben in der GfK-Umfrage an, dass ihnen beim Kauf eines Gadgets Aussehen und Form sehr wichtig sind. Hingegen finden 20 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen Äußerlichkeiten eher unwichtig.

Top 4: Männer sind im Job-Gespräch selbstbewusster, Frauen dafür fachlich kompetenter

77 Prozent der befragten Headhunter meinen, dass sich Männer ihres Marktwertes bewusster sind als Frauen. Die Folge: Männer sind selbstbewusster im Jobgespräch. Das berichten 68 Prozent der Teilnehmer aus der Erfahrung ihrer Personalgespräche. Interessant in diesem Kontext: Trotz der offensichtlichen weiblichen Bescheidenheit in Job-Fragen, machen die Kandidatinnen in den überwiegenden Fällen einen fachlich kompetenteren Eindruck. Das jedenfalls bestätigen wiederum sieben von zehn Personalberatern. Bestes Beispiel für die weibliche Zurückhaltung: Frauen thematisieren in Jobgesprächen von sich aus viel öfter ihre Schwächen (69 Prozent) als Männer das tun. Insgesamt stehen Top-Managerinnen einem Jobwechsel viel skeptischer gegenüber als ihre männlichen Pendants. Während zwar 62 Prozent der befragten Personalberater behaupten, Frauen und Männer seien gleich schwer von einem Wechsel zu überzeugen, sagen immerhin ein Drittel der Teilnehmer, dass ein Jobwechsel bei Frauen oft weniger Anklang findet als bei Männern.

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