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Die sechs schlimmsten Kampagnen aus dem Jahr 2015

Das Jahr 2015 war aus Kreativagentur-Sicht ein erfolgreiches. Die obligatorischen Fehltritte aber blieben nicht aus. Wir haben sechs Spots für Sie rausgesucht, die uns letztes Jahr besonders amüsiert haben. Fazit: Es kann nur besser werden

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1. SchlagerPlanet: Matthias Reims „Verdammt ich lieb‘ dich“-Sammelbox

Wenn ein Schlagerstar ein Fan-Package zum 25-jährigen Jubiläum herausbringt, kann das auch mal in die Hose gehen. So wie bei Matthias Reims Jubiläumsbox. In der Box erhalten: CD, Konzertticket, Talismann und die große Überraschung ist eine Matthias-Reim-Miniatur. Wow. Besser kann man eine Box nicht bewerben.

2. lastminute.de: Zum Valentinstag ein wenig Erotik

In diesem Werbespot werden Sehenswürdigkeiten und kulinarische Spezialitäten aus europäischen Metropolen gezeigt. Soweit so gut. Doch diese Sehenswürdigkeiten sind Phallussymbole und Rundungen von Statuen, die einfach willkürlich aneinander gereiht wurden. Und das ganze auch noch zum Valentinstag.

3. KAYAK Deutschland: Selbst eine Flughafenbaustelle hat ein wenig Liebe verdient

Wenn das Vergleichsportal die lange Bauzeit des neuen Berliner Flughafens aufs Korn nimmt, sollte da mehr drin sein, als ein paar rammelnde Schafe.

4. Mein Niedersachsen: Dieses komische Landleben

Schlimmer geht’s nimmer. Werbung für einzelne Regionen und Landstriche ist oftmals schon nah an der Grenze zur Peinlichkeit. Dieser Spot überschreitet sie jedoch spielend. Der Slogan zum Clip lautet: „Urlaub in Niedersachsen. Anders als du denkst!“ Tatsächlich scheint alles noch viel schlimmer zu sein. Zumindest, wenn man dem Filmchen glauben schenkt.

5. Lifestrom: Das Leben macht mehr Spaß, wenn der Strom weniger kostet

Was macht ein Vater auf einem Rodeobulle im Spielzimmer der vierköpfigen Familie? Strom spraren. Das soll zumindest die Botschaft sein. Das richtige Mittel zur Vermittlung scheint dieser Gag aber nicht zu sein.

6. Sanifair: leistet sich was

Es gibt Werbefilme, die betteln geradezu darum, dass man sich darüber lustig macht. Dieser Image-Clip von Sanifair gehört dazu. Auch wenn die ausführende Agentur da anderer Meinung ist: Nein, es ist keine gute Idee, ein Mädchen mit seinem Stofftier-Rüssel staunend durch ein öffentliches Klo hüpfen zu lassen – zumindest, wenn man es ernst meint.

Kommunikation

Chiasamen-Saft-Kampagne von True Fruits: „Bei Samenstau schütteln“

Selten ist Werbung mit sexuellen Anzüglichkeiten auch nur leidlich witzig oder unterhaltsam. Den Smoothie-Pressern von True Fruits gelingt mit ihrer ersten Plakat-Kampagne nun eine angenehme Überraschung, in diesem doch so abgenudelten Genre. Sie werben für ihren neuen Chiasamen-Saft mit eindeutigen, statt zweideutigen Sprüchen mehr…

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Kommentare

  1. Matze Reim und Niedersachsen sind tatsächlich extrem peinlich und regen zum Fremdschämen an.

    Sanifair ist fast noch einen Tick schlimmer. Wirkt wie ein Sektenkind allein im Krankenhaus. Schade, da die sanitären Anlagen in der Regel in Ordnung sind und an Sich keine Bewerbung benötigen. Mund zu Mund funktioniert hier doch.

    Strom und sexy Europa sind nicht schlechter als 75% aller Werbespots im TV. Keine Aussage im Spot und am Schluss wird der Werbende eingeblendet spiegelt die gängige Werbung heutzutage wieder.

    Die Schafe sind kurz und nachvollziehbar. Mit den Flügeln ist auch ein Wiedererkennungswert gegeben. Finde ich persönlich in Ordnung.

    Bestes Preis- Leistungsverhältnis in Sachen Produktion, Spotdauer und Streuung hat meines Erachtens „Seitenbacher“. Kennt dank ständiger Wiederholung des Wortes „Seitenbacher“ jeder und genießt zum Teil Kultstatus.

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