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Die neue Dachmarkenstrategie der Preussag

Selten hat ein deutscher Großkonzern einen so deutlichen Wandel vollzogen wie die Preussag AG. Unter dem Dach der Holding entstand der weltweit führende Touristikkonzern. Unter der einheitlichen Dachmarke "World of TUI" wird die Preussag nun ab Herbst 2001 ihre touristische Markenwelt konzeptionell führen.

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Die neue Wort-Bildmarke hat dabei das Ziel, die Integration der verschiedenen touristischen Unternehmen des Konzerns zu untermauern. Das neue Markenzeichen wird eine Kombination aus einem in leuchtend Rot gestalteten lächelnden „TUI“- Bildzeichen und der jeweiligen Einzelmarke als Wortzeichen sein. absatzwirtschaft-Online sprach über die neue Dachmarken-Strategie mit Michael Lambertz, verantwortlich für das Konzern-Marketing der Preussag AG.

Herr Lambertz, das neue Logo und damit verbunden die neue Dachmarkenstrategie zur „World of TUI“ ist intern vorgestellt worden und auch im Internet bereits zu sehen. Wie fallen die ersten Reaktionen aus?

Lambertz: Es hat bei den ersten Präsentationen überaus positive Reaktionen gegeben. Die Londoner Agentur Interbrand , wobei Köln den Lead hat und die Standorte in London, Zürich und Amsterdam mitarbeiten, hat es verstanden die Mission im Logo zu integrieren, für unsere Begriffe selten erreicht und daher vorbildlich. Die Vorzeichen für die Implementierung der neuen Dachmarkenstrategie sind also günstig.

Warum die Dachmarkenstragie?

Lambertz: Innerhalb kürzester Zeit haben wir uns zum führenden Touristikanbieter weltweit entwickelt. In weiniger als 12 Monaten haben wir führende Touristikunternehmen in Großbrittanien, Skandinavien, Frankreich, Italien und Spanien zugekauft. Diese müssen nun zu einem Unternehmen zusammenwachsen. Die Dachmarke soll daher die Ankerfunktion für eine gemeinsam erlebte Unternehmensidentität übernehmen – sozusagen als gemeinsame Werteklammer. Zum zweiten wollen wir dem Kunden über alle Glieder der Wertschöpfungskette ein durchgängiges Markenerlebnis bieten. In diesem Zuge soll „World of TUI“ zu einer internationalen Freizeitmarke entwickelt werden, die einen Beitrag zum Unternehmenswert liefert. Und natürlich nicht zuletzt die Realisation von Synergiepotenzialen spielen eine gewichtige Rolle, beispielsweise um Einkaufsvolumen zu bündeln.

Gerade weil in letzter Zeit viele Zukäufe über die Bühne gegangen sind, stellt sich die Frage, wie Sie ein einheitliches Wertesystem schaffen wollen, organisatorisch wie kommunikativ?

Lambertz: Wir gehen in drei Stufen vor. Zunächst haben wir in den letzten 12 Monaten die wichtigsten Vertreter aus allen Tochterunternehmungen in einer Projektgruppe zusammengeholt, in erster Linie aus den Bereichen Marketing, Personal und Kommunikation, die wiederum als Multiplikatoren und Opinionleader in ihren Unternehmen agieren. In einer zweiten Phase werden wir die neue Dachmarkenstrategie intensiv intern kommunizieren und in einer dritten Stufe werden wir die Unternehmens- und Markenphilosophie unter Berücksichtigung landesspezifischer Anpassungen in Form von Workshops mit den Mitarbeitern aus den verschiedenen Tochterunternehmungen erarbeiten.

Wie schafft es überhaupt ein Konzern, von einer B2B-Ausrichtung zu einer B2C-Ausrichtung zu kommen?

Lambertz: Der Touristikbereich war seit jeher schon auf Endkunden ausgerichtet, insofern musste hier kein Wandel stattfinden. Im Konzern herrscht zudem eine überaus offene Atmosphäre, so dass die Bedingungen für den kulturellen Wandel ideal sind.

Sie haben in Deutschland in Ihrer Vertriebsstrategie auch Franchise-Partner unter den TUI-Reisebüros eingebunden. Welche Rolle wird Franchising zukünftig in der Unternehmensstrategie spielen ?

Lambertz: Franchising und unsere Franchise-Partner werden auch weiterhin eine strategisch bedeutsame Rolle spielen. Dies zeigt schon die Bezeichnung der Franchise-Outlets als „TUI-Reisecenter“. Und auch hier wird wie im Eigenvertrieb die Übersetzung der Dachmarkenstrategie stattfinden.

Die Fragen stellte Chistian Thunig.

www.world-of-tui.com

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