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Die Nachfrage nach exklusiven Produkten steigt

Die Aldisierung beisst sich bereits in den Schwanz. Und der Kampf um die Kunden wird brutaler. Währenddessen eröffnen der Luxusmarkt, der Gesundheitsmarkt und das Segment der älteren Leute neue Chancen. Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) diagnostiziert die aktuellen Megatrends.

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Wie das Institut in seinem zweimonatlich erscheinenden Newsletter „Trendradar“ schreibt, ist der Wunsch nach Exklusivität nach der Billigwelle im Aufwind. Der Luxusmarkt reagiere mit neuen Angeboten, was ihn zunehmend fragmentiere. So entstünden «unterhalb» des klassischen Luxus‘ von Patek-Philippe und Bentley erschwinglichere Segmente: Die spanische Bekleidungskette Zara verkauft geschmackvollen «Cheap Chic», Schweizer Grossverteiler erfinden neue «Populuxe»-Linien für den «Mann von der Strasse» – zum Beispiel Coop-«Fine Food» oder Migros-«Sélection».

Und der amerikanische Hotelkonzern Starwood (St. Regis, Sheraton) diversifiziert seine Ketten, um im «Subluxury»-Segment unterschiedliche Kategorien zahlkräftiger Gäste mit präzise zugeschnittenen Angeboten anzusprechen. Das Aufsplitten des Luxussegments folge einem allgemeinen Trend – dem Streben nach radikaler Individualisierung. Dennoch ließen sich in dem disparaten Markt ein paar Haupttendenzen erkennen: Das Bedürfnis nach Einfachheit und Qualität, die Suche nach dem Authentischen oder der Wunsch nach Zusammengehörigkeit und Gemeinsamkeit. Der Raum für Innovationen sei unbeschränkt, so lange Hersteller Artikel knapp halten. Nur was rar ist, werde als Luxus empfunden.

Die Technologie verliere ihren Schrecken. Mobiltelefone, GPS, biometrische Pässe, Hundechips, elektronische Gesundheitsüberwachung – der elektronischen Leine entgehe keiner. Weil sie das Leben vereinfache, nehme die Akzeptanz zu. Desgleichen bei den Automaten: Führte die Einführung von Bancomaten einst zu Widerstand, so rebelliert die Kundschaft heute kaum noch dagegen. Damit werde es für Unternehmen entscheidend, auf welche Weise sie Austausch und Beziehungen mit ihren Kunden und Märkten regeln.

Der Gesundheitsmarkt gelte als potentieller Träger des nächsten konjunkturellen Aufschwungs. Gesundheit werde zunehmend zum Konsumgut und zum Mittel der Selbstdarstellung. Prävention rücke ins Zentrum: Gesundheitsbewusstsein, Körper, Geist und Seele bildeten den Kern der neuen Lebensphilosophie. Neue Wachstumszweige entstünden, Unternehmen im Gesundheitsmarkt müssten sich umpositionieren. Die Vernetzung verschiedener Branchen und Unternehmen werde eine Schlüsselrolle spielen.

www.gdi.ch/studien

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