Suche

Anzeige

Die meisten deutschen Handynutzer kennen die eigenen Tarifkosten nicht

60 Prozent der Bundesbürger kennen den Minutenpreis ihres aktuellen Mobilfunktarifs bezogen auf das Telefonieren vom Handy ins gleiche Handynetz nicht. Das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest befragte insgesamt 1 000 Personen ab 14 Jahren zu den von ihnen gebuchten Tarifen.

Anzeige

„Und dies obwohl nahezu alle Anbieter – gerade im Bereich von Pre-Paid Handys – immer noch das Thema „Minutenpreise“ offensiv in den Mittelpunkt ihrer Marketing- und Werbekampagnen stellen“, mahnen die Marktforscher. Bei 55 Prozent der Mobilfunknutzer beobachten die Experten auch Unkenntnis über die Preise ihres Anbieters für das Telefonieren ins Festnetz. Dabei sprechen sie nicht von denjenigen, die mit einer Flatrate oder einem Dienst- oder Firmenhandy telefonieren, was inzwischen einem Anteil von über 20 Prozent entspricht.

Die Forscher beobachten, dass sich vor allem einkommensschwächere Haushalte und ältere Nutzer über 50 Jahre im Tarifdschungel nicht mehr zurechtfinden. Wie die Umfrage zeigte, kennen bei den Einkommensschwächeren 70 Prozent ihre Mobilfunkpreise nicht. Bei den über 60-Jährigen sind es mehr als 80 Prozent. Grundsätzlich seien die Mobilfunknutzer nicht nur mit dem Tarifdschungel überfordert, kritisieren die Experten. Auch die Informationsdichte der Mobilfunkanbieter erreiche die Kunden nicht in überzeugender Weise.

„Die meisten Unternehmen setzen nach wie vor – abgesehen von Informationsgesprächen bei Vertragsabschluss vor Ort – auf klassische Informationskanäle: Allen voran auf TV-Werbung, Postwurfsendungen, aber wenig auf direkte Ansprache des Verbrauchers“, erklärt Jens Krüger, Director Consumer & Retail bei TNS Infratest. Dabei zeigten die Studienergebnisse, wie wichtig es auch für die Tarifberatung sei, die reichweitenstarke TV-Werbung und die direkte Zielgruppenansprache zu kombinieren.

„Eine Ursache ist die starke Fokussierung der werblichen Kommunikation auf das Thema ’Preis’ “, kommentiert Markus Frengel, Bereichsvorstand Kundenservice bei D+S Europe die Verunsicherung der Verbraucher. Der Kundendialog-Experte sieht die Lösung in der individuellen und passgenauen Ansprache der jeweiligen Zielgruppen. „Die Anbieter sollten ihre Kommunikation ändern. Angesichts allenthalben steigender Kosten können sie durch gezielte Beratung im privaten Bereich dem Verbraucher helfen, sich wieder besser zurechtzufinden. Die Kunden werden es durch Anbietertreue danken,“ rät Frengel.

www.tns-infratest.com

Kommunikation

Überhaupt kein Jobkiller? Wie die Digitalisierung neue Jobs schafft

Der digitale Wandel wirkt sich über alle Fachbereiche hinweg positiv auf die Beschäftigung aus. Also: Keine Angst vor der Zukunft? Kann man so sagen. Mit der Digitalisierung werden deutlich mehr Chancen für neue Jobs verbunden sein, als die Vernichtung von Arbeitsplätzen. In Summe rechnen die Befragten des diesjährigen HR-Reports mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Überhaupt kein Jobkiller? Wie die Digitalisierung neue Jobs schafft

Der digitale Wandel wirkt sich über alle Fachbereiche hinweg positiv auf die Beschäftigung…

Der Online-Handel boomt: Im E-Commerce ist trotz Brexit ein Ende des Wachstums nicht in Sicht

Die Bilanz des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) könnte unter folgender Überschrift…

Kein Halt vor Landesgrenzen: Der Cloud Act erlaubt den US Behörden den Zugriff auf im Ausland gespeicherte Daten

62 Prozent der IT- und Sicherheitsexperten vertrauen darauf, dass die strikten Anforderungen der…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige