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„Die faire Milch“ vermarktet sich munter

Der Vorstand des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat jüngst während der Bundesdelegiertenversammlung sein Ziel bekräftigt, mit der in einigen Ländern eingeführten Marke „Die faire Milch“ künftig in allen Bundesländern präsent zu sein. „Zum Wohle von Milcherzeugern und Verbrauchern“ wolle man neben der räumlichen Ausdehnung auch die Erweiterung der Produktvielfalt noch stärker ins Auge fassen. In den kommenden Monaten sollen dazu „alle Anstrengungen unternommen werden, um hier schnellstmöglich Fortschritte zu erreichen“.

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Seit Januar 2010 ist die Marke „Die faire Milch“ im Handel erhältlich. Die Einführung und Vermarktung der „fairen Milch“ begann in rund 1.200 Rewe- und 300 Tegut-FilialenVermarktet wird die traditionell hergestellte Milch durch die Milchvermarktungs-GmbH MVS, deren Mitglieder Landwirte und Milchbauern aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind. Die im Jahr 2000 gegründete GmbH aus Freising möchte die Vermarktung der „fairen Milch“ so professionell wie möglich gestalten.

Vollmundig hatte damals schon die Vermarktungs-GmbH angekündigt: Ein „einzigartiges Konzept“ werde in die Tat umgesetzt – mit einem fairen Milchpreis für die Bauern, hohen Qualitätsversprechen, strengen Kontrollen. Kurzum: „gesund, umweltgerecht und traditionell hergestellt – gentechnikfrei.“

MVS-Geschäftsführer Jakob Niedermaier und BDM-Vorsitzender Romuald Schaber schienen sich schon damals ihrer Sache sicher zu sein: „Die Zeit ist reif für eine Milch, die biologisch wertvoll, natürlich, gentechnikfrei, gesund und gerecht zu Bauern und Verbraucher ist.“ Die Regionalität der für diese Marke verwendete Milch sei ein Kriterium, was sie einzigartig mache. Denn nur bei regional erzeugten Produkten könne der Verbraucher die Art und Weise der Produktion beeinflussen.

Der größte Unterschied zu anderen Milchsorten sei die Tatsache, dass die produzierenden Landwirte einen voll kostendeckenden Milchpreis erzielen. Von 99 Cent pro Liter (3,8 % Fettanteil) gehen 40 Cent an die Milchbauern. Dadurch sei das Fortbestehen der Höfe gesichert und Arbeitsplätze in der Region blieben erhalten.

Der Name „Die faire Milch“ resultiert aus den Vorgaben, die sich die Bauern selbst gemacht haben: Die Milch soll dank Umwelt- und Tierschutzprojekten einerseits fair zur Umwelt sein, sie soll aber auch, dank einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und dem Verzicht auf Gentechnik, fair zur Gesundheit des Verbrauchers sein. Nicht zuletzt spielt auch die Fairness gegenüber den Bauern eine große Rolle, die von jedem verkauften Liter Milch 40 Cent erhalten.

Nach nur drei Monaten seit Markteinführung der „fairen Milch“ können sich die Erzeuger über eine positive Entwicklung freuen. „Von ursprünglich 16.000.000 kg Jahresmenge Milch konnten sich unsere zertifizierten Betriebe inzwischen auf 35.000.000 kg steigern. Das ist wichtig für die Existenz der Höfe und erfüllt unsere Erwartungen voll und ganz“, erklärte Niedermaier fünf Monate später und hoffte auf eine weitere positive Entwicklung der Nachfrage.

Verbraucher sollen sich auf der Homepage (www.die-fairemilch.de) über die „faire Milch“ und ihre Herkunft informieren.

www.die-faire-milch.de

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