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Die Agma testet den Einsatz von Scannern für Print-Nutzungsdaten

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse rüstet im Oktober 300 repräsentativ ausgewählte Personen 14 Tage lang mit einem Media-Scanner aus. Damit will sie differenziertere Informationen über das Leseverhalten erhalten, als allein durch Interviewmethoden zu gewinnen wären.

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Bei dem Test sollen die Teilnehmer jeden Lesevorgang mit einer Publikumszeitschrift oder Tageszeitung durch das Scannen des Barcodes auf der Titelseite festhalten. Dadurch registriert das System automatisch den Namen und die Ausgabe des Titels sowie den Zeitpunkt des Lesebeginns. Ist der Zeitpunkt des Leseendes erreicht, sollen die Teilnehmer den „Ende“-Knopf drücken.

Der Media-Scanner sei so klein wie ein Schlüsselanhänger und könne auch beim Außer-Haus-Lesen zum Einsatz kommen, teilt die Arbeitsgemeinschaft mit. Die Printmedien versprechen sich von einem Media-Scanner-Einsatz eine weit über die bisherigen Werbeträger- und Werbemittelkontakte hinausgehende Präzisierung der Nutzungsinformationen. Dabei geht es um diese Bereiche:

  • Multi-Kontakte: Wie oft wurde in der Ausgabe gelesen und geblättert? Und durch Zusatzermittlungen: Wie viele Anzeigenkontaktchancen bestanden im Heft?
  • Lesedauer: wie lange wurde in der Ausgabe gelesen und geblättert?
  • Kontakt-Aufbau: Wann wurde in welcher Ausgabe des Titels gelesen?
  • Nähe zu typischen Einkaufszeiten: Zu welcher Tageszeit, in welcher Wochen- oder Monatsphase wird gelesen?

„Mit diesem ersten Experiment will die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse Erfahrungen mit der neuen Methode gewinnen“, begründen die Medienforscher ihren Test. Vor allem gehe es darum, wie lückenlos die Panel-Mitglieder ihre Lesevorgänge während der zweiwöchigen Untersuchungsphase scannten. Um das festzustellen, seien Zusatzbefragungen und Tagebuchaufzeichnungen Teil des Experiments. Die Ergebnisse werden im Januar 2009 vorliegen.

Eine weitere Untersuchung soll feststellen, ob sich im Anschluss an das reguläre Reichweiten-Interview künftige Teilnehmer eines Scanner-Panels akquirieren lassen. Eine hohe Teilnehmer-Quote sei wichtig für die Repräsentativität der Scanner-Ergebnisse, heißt es in dem Bericht. Diese Untersuchung läuft bereits seit Mitte September. Ergebnisse dazu werden im März 2009 vorliegen.

Mit dem Media-Scanner erprobt der Verein nach dem Einsatz innovativer GPS-Technik für die Plakat-MA erneut eine technische Lösung, die das Problem von Erinnerungsschwierigkeiten überwinden soll. Bei der Print-MA würde bei Erfolg ein Teil der jährlich 39 000 regulär Befragten die Details ihrer Print-Nutzung mit dem Media-Scanner registrieren. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse ist ein Zusammenschluss von rund 260 der bedeutendsten Unternehmen der Werbe- und Medienwirtschaft mit dem Ziel der Erforschung der Massenkommunikation.

www.agma-mmc.de

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