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Die AGF führt im Januar (endlich) gemeinsame TV-und-Streaming-Reichweiten ein

Nach jahrelanger Vorarbeit ist es im Januar so weit: Erstmals werden in Deutschland die TV-Quoten und die Streaming-Abrufzahlen zu einer gemeinsamen audiovisuellen Gesamt-Reichweite verschmolzen. Das kündigte die AGF am Dienstag auf ihrem Forum in Frankfurt an. Wegen der hohen mathematischen Komplexität werden die Zahlen aber vorerst mit einem Abstand von 40 Tagen veröffentlicht.

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Sie zogen sich wie ein roter Faden durch das diesjährige AGF-Forum in der Alten Oper in Frankfurt: die Witzchen, wie lang es bis zur audiovisuellen Gesamtreichweite gedauert hat und wie oft sie in den vergangenen Jahren schon angekündigt worden sei. Ob es eine so gute Idee ist, sich so oft über sich selbst lustig zu machen, sei dahin gestellt, zumindest besteht nun aber die berechtigte Hoffnung, dass es im Januar los geht.

Online-Daten messen, gewichten, kalibrieren und mit den TV-Daten fusionieren

So gab Robert Schäffner von der Mediengruppe RTL und Leiter der AGF-Fachgruppe Messtechnik bekannt, dass ab Januar TV- und Streaming-Daten fusioniert werden. Dabei werden die traditionellen Einschaltquoten – die im Übrigen natürlich auch in der bisherigen Form bestehen bleiben – in einem hoch komplexen Vorgang mit den per Zensus-Messung und Nielsen-Online-Panel gewonnen Streaming-Daten zusammen geführt, um eine Gesamtreichweite für jede Sendung zu bekommen.

Der Vorgang ist dabei so komplex und aufwändig, dass er vorerst 40 Tage dauern wird, um die bestmögliche Datenqualität zu bekommen. So werden die Online-Daten gemessen, gewichtet, kalibriert und schließlich mit den TV-Daten fusioniert. Die Zahlen aus dem Januar werden so beispielsweise erst Mitte/Ende März veröffentlicht. Eine Zeitverzögerung, die in etwa der bei den Daten der AGOF digital facts entspricht – und die sicher noch für Diskussionen sorgen wird. Denn wie interessant Reichweiten anderthalb Monate nach der Premiere noch sind, muss sich erst zeigen.

Streaming-Abrufe fehlen beim Start der Gesamtreichweite

Schäffner stellte im Anschluss vier Ausbaustufen vor, an denen ebenfalls schon gearbeitet wird. Der wohl wichtigste Schritt ist dabei die Messung auf Smartphones, Tablets und Smart TVs. All diese Streaming-Abrufe fehlen beim Start der Gesamtreichweite nämlich noch. Dort werden vorerst nur die Streams mit einberechnet, die an stationären Rechnern und Notebooks stattfinden. Bis zur tatsächlichen GESAMT-Reichweite dauert es also doch noch eine Weile. Doch der größte Schritt wird im Januar nun endlich vollzogen.

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