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Deutsche Privatsender sehen sich wirtschaftlich bedroht

Die privaten Fernsehsender Deutschlands sehen sich durch eine mögliche Erhöhung der Rundfunkgebühr "wirtschaftlich bedroht". Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ) gestern.

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Demnach sehen die großen privaten TV-Unternehmen eine von den öffentlich-rechtlichen für die nächste Gebührenperiode beantragte Erhöhung von 16,15 auf 18 Euro pro Monat als Wettbewerbsverzerrung, die den deutschen TV-Markt aus der Balance bringen könne. Sollte die Erhöhung in diesen für TV-Sender wirtschaftlich turbulenten Zeiten kommen, bedeute dies eine „systematische Schwächung des Privatfernsehens“, so Georg Kofler, Chef des Abo-Senders Premiere.

Eine Gebührenerhöhung in Zeiten sinkender Preise für Filme und Sportrechte sei eine „bedrohliche Wettbewerbsverzerrung“, die „unsere schwierige Lage ausnutzt“, so Kofler weiter zur SZ. Der renommierten deutschen Tageszeitung liegt die Gebührenanmeldung von ARD und ZDF vor. Demnach plant die ARD ihre Ausgaben für Sport und die eigene Filmgesellschaft Degeto deutlich anzuheben. Das ZDF will wiederum Geld, um mit der ARD mithalten zu können. Dafür sollen in den vier Jahren von 2005 bis 2008 jährlich zusätzlich 850 Mio. Euro an ARD und ZDF gehen.

RTL-Generalsekräterin Ingrid Haas warnte vor einer „Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit“ der deutschen Privatsender. Der Fußball sei ein gutes Beispiel. Wenn private Sender wie RTL, Sat.1 und Premiere mit Werbe- und Aboerlösen die TV-Rechte für die Bundesliga nicht mehr bezahlen können und die gebührenfinanzierte ARD nun die Bundesliga kaufen will, so Kofler, könne man „gleich Steuern für den Fußball einführen“. (pte.at)


www.sueddeutsche
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