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Der Wiesenhof-Werber Atze Schröder und der Werberat

Atze Schröder im Wiesenhof-Spot

Am Wochenende ging ein Shitstorm über den Komiker Atze Schröder und den Geflügelfleisch-Fabrikanten Wiesenhof hinweg. Grund war ein Werbespot, in dem sich Schröder augenscheinlich über den Vergewaltigungsprozess rund um Gina-Lisa Lohfink lustig macht. Wiesenhof und Schröder haben sich schnell entschuldigt und den Spot zurückgezogen

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Wiesenhof hat den Spot noch am Wochenende zurückgezogen und sich entschuldigt. Auf seiner Facebookseite entschuldigte sich auch Atze Schröder für den Spot: „Der Werbespot ist vor einem Jahr gedreht worden und hätte niemals veröffentlicht werden dürfen. Schon gar nicht jetzt, wo er einen Bezug herstellt, der ekelhaft ist und so nie gedacht war. Wurde er aber. Ich entschuldige mich dafür.“

Nun äußert sich auch der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA und verurteilte den Werbespot von Wiesenhof schärfstens. „Wer solche Spots in Auftrag gibt und umsetzt, versteht nicht das geringste von Marke und ordentlicher Unternehmensführung. Das gilt für Auftraggeber und Agentur gleichermaßen“, kommentiert GWA-Präsident Wolf-Ingomar Faecks.

Selbstregulierung des Marktes und der Branche

Atze Schröder kündigte an, umgehend 20.000 Euro an den Verein Roterkeil.net spenden, der sich gegen Kinderprostitution einsetzt, und eine Benefizshow zu spielen.

Der GWA-Präsident hält trotz des kritikwürdigen Einzelfalls mehr gesetzliche Regulierung, wie von Justizminister Heiko Maas in Bezug auf geschlechterdiskriminierende Werbung geplant, für überflüssig: „Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass die Selbstregulierung des Marktes und der Branche völlig ausreichen, um gegen solche Fälle vorzugehen“. Zum einen hätten die Reaktionen online und in der Presse dafür gesorgt, dass sich das Unternehmen entschuldigen musste und den Spot aus dem Netz genommen hat. Zudem werde sich auch der Werberat mit dem Thema beschäftigen. „Strengere Gesetze brauchen wir nicht“, betont Faecks.

Kommunikation

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