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„Der Teleshoppingmarkt ist in einer Reifephase angekommen“

Die derzeit in Deutschland aktiven Teleshopping-Sender QVC, HSE24, RTL Shop, 1-2-3.TV, Der Schmuckkanal und Juwelo TV erzielten 2007 zusammen einen Netto-Umsatz von 1,14 Milliarden Euro. Damit hat sich Teleshopping als feste Größe im deutschen TV-Markt und als massentauglicher Vertriebskanal etabliert.

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In ihrer aktuellen Studie „TV shopping in Europe“ berichtet die Medienberatung Goldmedia 13 Jahre nach Start des ersten Teleshoppingsenders in Deutschland von einer stabilen Umsatzentwicklung. Die Sender grenzten sich von anderen transaktionsbasierten TV-Angeboten dadurch ab, dass sie Waren als eigenständige Shopping-Kanäle in längeren und derzeit zu fast 90 Prozent live produzierten Sendungen mit direkter Zuschaueransprache verkauften.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung geht Goldmedia in der Studie von einem weiteren Marktwachstum und dem Einstieg zusätzlicher Player in den Markt aus. Unter der Voraussetzung einer stabilen konjunkturellen Entwicklung liege das erwartete Umsatzvolumen für 2012 bei rund 1,6 Milliarden Euro. Die Analysten zählen die zwei größten Teleshopping-Sender QVC und HSE24 mittlerweile zu den sechs umsatzstärksten privaten TV-Sendern in Deutschland.

Ein Vergleich der im Fernsehen relevanten Erlösformen zeige, dass nach den Fernsehgebühren von ARD/ZDF mit einem Gesamtvolumen von 4,45 Milliarden Euro (2007) und den Nettowerbeumsätzen aller TV-Sender in Höhe von 4,16 Milliarden Euro (2007) Teleshopping ein weiteres wichtiges Standbein der Fernsehfinanzierung darstelle. Die TV-Shopping-Branche liege damit in Deutschland etwa auf gleichem Niveau mit den Pay-TV-Erlösen (1,09 Milliarden in 2007).

Die Studie belegt den nachhaltigen Erfolg dieses Geschäftsmodells auch mit kontinuierlich steigenden Kundenzahlen: Knapp zehn Prozent der Deutschen ab 14 Jahre haben in 2007 bei mindestens einem der Teleshopping-Sender eingekauft. Die Teleshoppingsender verschickten 2007 knapp 26 Millionen Pakete. Dafür bearbeiteten die Anbieter insgesamt 43,3 Millionen Anrufe von Kunden. Vor fünf Jahren (2002) erreichten sie halb so viele Anrufe und Pakete.

„Mit der Digitalisierung des Fernsehens wird sich der Teleshopping-Markt weiter verändern. Zu erwarten ist neben einer größeren Vielzahl an Sendern auch eine stärkere Ausdifferenzierung der Angebote“, resümieren die Forscher. Wie sich die Teleshoppingsender zudem für die Zukunft rüsteten und sich auf die zunehmende Konkurrenz aus dem Internet einstellten, zeige sich an ihren Multichannelstrategien. „Die Teleshoppinganbieter werden künftig noch stärker auf weiteren Vertriebswegen präsent sein. Schon heute erzielen einige Marktplayer mit ihren Online- und Streamingangeboten Umsatzanteile von bis zu 20 Prozent“, heißt es in ihrem Bericht.

In den Zukunftsplanungen der Sender spiele auch die Einbindung mobiler Endgeräte oder die Nutzung interaktiver Bestellmöglichkeiten, etwa über IPTV, eine Rolle. „Der Teleshoppingmarkt in Deutschland ist mittlerweile in einer Reifephase angekommen, gekennzeichnet von kontinuierlichem Wachstum auf nach wie vor beachtlichem Niveau. Die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen und die zunehmende Verschmelzung von TV- und Onlinewelt setzen wichtige Wachstumsimpulse,“ resümiert Goldmedia-Geschäftsführer Dr. André Wiegand die Untersuchungsergebnisse.

www.goldmedia.de

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