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Der Optimismus der Europäer in der EU geht leicht zurück

Drei von zehn Europäern erwarten, dass sich ihre Lebenssituation innerhalb der nächsten zwölf Monate spürbar verbessert, 13 Prozent blicken eher pessimistisch in die nahe Zukunft, und 54 Prozent rechnen nicht damit, dass sich innerhalb des nächsten Jahres etwas ändert.

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Für das Eurobarometer befragte TNS Opinion im Auftrag der Europäischen Kommission über 30 000 Bewohner der 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie der drei Beitrittskandidaten Kroatien, Mazedonien und Türkei einschließlich Nordzyperns. Danach ist der Optimismus der Europäer seit der letzten Erhebung etwas zurückgegangen. „Der Anteil derjenigen, die eine Verbesserung erwarten ist um 17 Prozentpunkte höher als der Anteil derjenigen, die mit einer negativen Entwicklung in ihrem Leben rechnen“, berichten die Forscher.

Im Frühjahr 2007 hätten noch 37 Prozent mit positiven Erwartungen auf die kommenden Monate geschaut und nur 11 Prozent eine Verschlechterung erwartet. Besonders optimistisch seien die Menschen in Schweden (+38), gefolgt von Dänemark (+33). Auch Spanien, Irland (jeweils +29) und Rumänien (+28) hätten Optimismus-Indexwerte, die um über zehn Punkte höher liegen als der EU-Durchschnitt.

Deutschland gehöre mit einem Indexwert von +4 zu den Ländern, in denen die Bevölkerung am wenigsten optimistisch in die
persönliche Zukunft blicke. Wie die Studie zeigt, halten hier ein Fünftel (20 Prozent) eine Verbesserung für wahrscheinlich, ein Sechstel (16 Prozent) erwartet, dass sich die Dinge negativ entwickeln. Allerdings geht die große Mehrheit (62 Prozent) davon
aus, dass sich die eigene Lebenssituation weder zum positiven noch zum negativen verändern wird. Im vergangenen Jahr hatten 25 Prozent der Bevölkerung eine Verbesserung ihrer persönlichen Situation innerhalb eines Jahres für wahrscheinlich gehalten, nur jeder neunte zeigte sich damals pessimistisch (11 Prozent).

Den rückläufigen Optimismus beobachten die Analysten jedoch in fast allen Mitgliedsländern der EU, ausgenommen Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Dafür habe sich die persönlichen Zukunftserwartung der Menschen in einigen osteuropäischen Ländern dramatisch verdüstert, berichtet TNS Opinion. Als Beispiele nennt die Studie Litauen (um -22 auf +13), Slowenien (um -21 auf +6) oder Lettland (um -19 auf +21).

Die Eurobarometer-Auswertung belegt auch, dass jüngere Europäer deutlich optimistischer auf die nächsten Monate schauen
als ihre älteren Mitbürger: Während die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen (50 Prozent) auf Verbesserungen der persönlichen
Situation hofft, teilen diese positive Zukunftserwartung nur 13 Prozent der über 55-Jährigen. Zudem bewerten höher Gebildete die persönlichen Lebenschancen doppelt so häufig positiv (36 Prozent) wie Personen mit geringerem formalen Bildungsgrad (17 Prozent).

„Die Ergebnisse des aktuellen Eurobarometer lassen erkennen, dass den verschlechterten Konjunkturdaten eine Eintrübung
auch der Zukunftserwartungen der EU-Bürger auf dem Fuße folgt. Zwar überwiegt in der Bevölkerung der meisten
Mitgliedsstaaten eine positive Grundstimmung, aber der Anteil derer, die für sich eine Verschlechterung ihrer
Lebenssituation befürchten, hat durchaus zugenommen,“ kommentiert Richard Hilmer, Geschäftsführer TNS Infratest Sozialforschung.

www.tns-infratest.com

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