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Der Mond-Hype: Amazon-Chef Bezos hat großes Interesse an der Raumfahrt- und ist nicht der Einzige

Ab zum Mond

Die Zeiten, in denen die Raumfahrt nur von Behörden und Staaten angegangen wurde, sind längst vorbei. Jeff Bezos, Amazon-Chef und Gründer des Raumfahrtunternehmens Blue Origin hat nun neueste Triebwerke für seine Raketen vorgestellt - und scheint mit seiner Strategie die Konkurrenz von SpaceX und Virgin Galactic ärgern zu wollen.

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Seit der Apollo 17-Mission betrat keiner mehr den Mond. Und das war im Dezember 1972. Auch die Mondumrundungen mit Menschen an Bord blieben aus. Das soll sich aber bald wieder ändern. Denn heute investiert nicht mehr der Staat in die Raumfahrt, sondern Unternehmen, wie der britische Milliardär Richard Branson mit seiner Virgin Galactic, der den All-Tourismus aufbauen will, oder SpaceX-Chef Elon Musk, der bis 2018 zwei bis jetzt nicht namentlich genannte Weltraumtouristen in die Umlaufbahn des Mondes katapultieren will.

Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin mischt mit

Schon im Jahr 2000 hat Jeff Bezos sein Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin gegründet. Nun kam er mit der Mitteilung um die Ecke, in Zukunft eine feste Transportroute zwischen der Erde und dem Mond aufzubauen. Dazu stellte er neue Triebwerke für seine Raketen vor, die dazu führen sollen, dass wiederverwertbare Raketen zum Einsatz kommen. Blue Origin will bis Ende des Jahrzehnts eine wiederverwertbare Rakete namens „New Glenn“ in Betrieb nehmen und durch die Mehrfachnutzung der Raketen die Preise senken. Zurzeit planen seine Experten an der Rakete mit dem Namen „New Shepard“, die noch dieses Jahr auf einen bemannte Testflug ausfliegen soll. Diese Recycling-Rakete wurde zum Test schon im November 2015 im Januar 2016 und im April 2016 unbemannt ins All geschickt.

Erste Kunden beißen an

Für das Abenteuer von Bezos gibt es nun auch schon einen Kunden, gab der Chef am Dienstag bekannt: der europäische Satelliten-Betreiber Eutelsat arbeitet nun mit der Raumfahrtfirma Blue Origin zusammen und will so Satelliten ins All bringen.

Denn Bezos geht es nicht um den Weltraum-Tourismus, den seine Konkurrenten ins Visier genommen haben. Erst kürzlich erklärte der Amazon-Chef, dass er einen Lieferdienst zum Mond aufbauen will. Damit will er die Kolonisierung des Weltraums vorantreiben. Denn durch einen solchen Lieferdienst könnten lebenswichtige Dinge ins All gebracht werden. Bezos hat eine schriftliche Anfrage an die Trump-Administration geschickt, mit der Bitte eine Forschungs- und Landemission in der Nähe des Shackleton-Kraters am Südpol, wo Wassereis vermutet wird, aufbauen zu dürfen. Ein Rover soll das Territorium erkunden. Erst danach, wenn eine oder mehrere Mondbasen aufgebaut sind, soll die Logistik beginnen und feste Transportrouten zum und vom Erdtrabanten aufgebaut werden. Klingt verrückt. Scheint aber für Bezos und die andere Techies nicht unmöglich.

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