Suche

Anzeige

Datenschutzschild: EU fordert Washington auf, eine Ombudsperson zu bestimmen

Das EU-US-Datenschutzschild ist seit August letzten Jahres einsatzbereit. Unternehmen können sich seitdem beim US-Handelsministerium für die Aufnahme in die Datenschutzschild-Liste registrieren. Jetzt verlangt die EU Nachbesserungen.

Anzeige

Mehr als ein Jahr nach der EU-Datenschutzvereinbarung mit den USA fehlt dort immer noch die versprochene Institution für Beschwerden betroffener Europäer. In einer ersten Bilanz mahnte die EU-Kommission die Regierung in Washington am Mittwoch, die sogenannte Ombudsperson für den „Datenschutzschild“ so rasch wie möglich zu bestimmen und freie Stellen beim zuständigen Aufsichtsgremium PCLOB zu besetzen.

„Es bleibt Raum für eine verbesserte Umsetzung“

Der „Schutzschild“ vom August 2016 soll Missbrauch von Daten verhindern, die zum Beispiel beim Online-Shopping oder auf sozialen Netzwerken übermittelt werden – also etwa Name, Adresse oder Kreditkartennummer aus einer europäischen Flugbuchung, die an ein Hotel in den USA gehen. US-Firmen müssen sich für solche Datentransfers beim Handelsministerium registrieren und Regeln akzeptieren. Das Abkommen beschränkt zudem den Datenzugriff durch US-Sicherheitsbehörden. Insgesamt funktioniere die Vereinbarung gut, aber „es bleibt Raum für eine verbesserte Umsetzung“, sagte EU-Verbraucherkommissarin Vera Jourova. Beide Seiten müssten aktiv darauf achten, dass hohe Datenschutzstandards gewahrt würden.

Neben der Einsetzung der vereinbarten Ombudsperson fordert die EU unter anderem eine strengere Durchsetzung der Regeln durch das US-Handelsministerium. EU-Bürger sollten besser informiert werden, wann und wie sie sich beschweren könnten. Datenschutzbehörden auf beiden Seiten sollten enger zusammenarbeiten.

Von dpa

Digital

In sieben Schritten zur multilingualen Website

Der Eintritt in neue Märkte hilft Unternehmen, den Kundenstamm zu erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit sowie den Unternehmenserfolg zu sichern. Dabei gilt es, einige Herausforderungen zu meistern, zum Beispiel muss die eigene Software multilingual ausgerollt werden. Hier ist gute Planung gefragt. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

GroupM kritisiert Facebook: “Keine für die echte Welt geeigneten Messeinheiten”

Das umsatzstärkste Werbemedienunternehmen der Welt, GroupM, hat scharfe Kritik an Facebook geübt. Gegenüber…

Milliarden-Deal von Adobe: US-Softwarehersteller übernimmt Marketing-Spezialist Marketo

Der Marketing-Spezialist Marketo gehört bald zu Adobe. Der US-Softwarehersteller sichert sich das Unternehmen…

Sexismus und Diskriminierung: Werberat verteilt öffentliche Rügen wegen „herabwürdigender“ Werbung

Sieben Unternehmen hat es getroffen. Der Deutsche Werberat hat öffentliche Rügen gegen deren…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige