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Das wirkliche Spiel beginnt erst nach der WM

Zwei Gründe verhindern zu Zeit, dass Handy-TV-Konzepte den Markt durchdringen: die fehlende technische Infrastruktur und die mangelnde Bereitschaft selbst interessierter Kunden, sich ein entsprechendes Handy anzuschaffen. TNS Infratest befragte 1 000 Privatpersonen zum Thema Handy-TV.

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Wie TNS Infratest im Mai 2006 ermittelt, bleibt das Wissen über die heutigen Nutzungsmöglichkeiten von Handy-TV unter den Mobilfunknutzern seit Februar auf unverändert niedrigem Niveau (61 Prozent). Wie die Forscher erklären, impliziert diese Tatsache aber auch Vermarktungspotential. Erfreulicher dagegen sei, dass das Interesse der Mobilfunknutzer an Handy-TV im gleichen Zeitraum von zehn auf 15 Prozent deutlich stieg.

Ein ebenfalls positives Signal sei die weiterhin relativ hohe Zahlungsbereitschaft: Nutzungsinteressierte würden für eine kombinierte TV- und Internet-Flatrate zwischen 20 bis 25 Euro im Monat bezahlen. Mit 26 Prozent zeige die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen an Handy-TV das größte Interesse. Unter den befragten Schülern mache mobiles Fernsehen sogar fast jeden Zweiten neugierig (47 Prozent). Interessant sei auch, dass Schüler zwischen den gewünschten TV-Inhalten scheinbar weniger stark differenzieren als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Nachrichten führen mit 47 Prozent die Wunschliste möglicher mobiler TV-Inhalte an, gefolgt von Sport-Übertragungen (31 Prozent), Filmen (15 Prozent), Dokumentationen und Bildungsprogrammen (zehn Prozent) und Musikinhalten (neun Prozent). Die Spanne für diese Inhalte reicht bei Schülern hingegen nur von 28 Prozent bis elf Prozent. „Vor allem Schüler sind dem mobilen Fernsehen gegenüber sehr aufgeschlossen“, erklärt Stephan Lauer, Geschäftsführer von TNS Infratest. „Die geringere Differenzierung zwischen spezifischen Inhalten deutet darauf hin, dass hier Mobile TV an sich im Vordergrund steht. Dies möglicherweise auch aus Imagegründen oder Spieltrieb.“

Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, müssten zunächst die technischen Voraussetzungen erfüllt werden, was derzeit nur bedingt der Fall ist. Die wichtigsten Punkte seien die Bereitstellung einer landesweiten (nicht nur in den WM-Städten) und standardisierten Infrastruktur. Letzteres setze jedoch die noch ausstehende Einigung auf einen Übertragungsstandard (DMB oder DVB-H) voraus. Außerdem sei die Verfügbarkeit geeigneter Endgeräte am Markt noch nicht ausreichend.

Ergebnischarts zur Studie finden Sie hier.

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