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Das Merkelphone, Facebook-Schluckauf und günstig beichten in Rom

Die NSA-Affäre war schon fast vergessen, da kam der Paukenschlag: Das Mobiltelefon von Angela Merkel soll von der US-Behörde abgehört worden sein. Die Kanzlerin ist sauer, das Netz witzelt. Genauso wie über den Facebook-Ausfall, der dem größten Netzwerk der Welt für rund zwei Stunden Schwierigkeiten machte. Die hat auch der gescholtene Bischof Tebartz-van Elst, was sich Ryanair direkt zu Nutze machte.

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Von Johannes Steger

Die Rückkehr der Woche: Die NSA und das Merkelphone

NSA? War da was? Rund zwei Monate ist es her, seit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla die NSA-Spitzelaffäre für beendet erklärte. Da gab es noch ein bisschen Spott, aber dann war Ruhe. Deutschland beschäftigte die Bundestagswahl, dann Sondierungsgespräche und nun Koalitionsverhandlungen. Und während Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff eine USA-Reise wegen NSA-Bespitzelungen absagte, redete man in Deutschland über inhaltsleere Wahlbotschaften. Nun ist die NSA-Affäre zurück, und das mit einem Paukenschlag: Das Mobiltelefon der Bundeskanzlerin soll von der US-Behörde abgehört worden sein. Das empört nun sogar die Kanzlerin, der Kritiker in der NSA-Affäre mangelndes Engagement vorgeworfen hatten. Sie griff zum Telefon und beschwerte sich auf höchster Ebene, bei Präsident Barack Obama persönlich. Für die Kritiker von einst ist das natürlich ein gefundenes Fressen. Während der Entdeckung der NSA-Spionage warteten viele vergeblich auf den Aufschrei im Kanzleramt, nun scheint er da. Auf Twitter machen viele ihrem Ärger darüber Luft. Bei persönlicher Betroffenheit klappt das mit der Empörung auf einmal, meint da mancher.
Und es wäre natürlich nicht Twitter, wenn da nicht genau so viel Häme mitkommen würde.

Blogger Sascha Lobo kann die Aufregung nicht verstehen: „Wieso die Aufregung? Obama hatte doch nach acht Jahren Bush versprochen, den internationalen Partnern wieder mehr zuzuhören.“, twittert er ironisch. Wenn das kein Trost für die abgehörte Kanzlerin ist!


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Der Schreckmoment der Woche: Facebook außer Betrieb

Da wird wohl mancher Social-Media-Manager kurzzeitig Atemnot bekommen haben: Für über eine Stunde war der Gigant unter den sozialen Netzwerken nur eingeschränkt oder gar nicht zu erreichen. Zwangpause auf den blauen Seiten – und das weltweit. Der Kurznachrichtendienst Twitter konnte davon natürlich profitieren.Unter dem Hashtag facebookdown wurden zahlreiche Tweets abgegeben. Die meisten nahmen die Panne mit Humor.

Das Verbot der Woche: Keinen Tadel via Facebook

Und noch einmal geht es um die blauen Seiten: In Rheinland-Pfalz verbietet das Kultusministerium jetzt den Kontakt zwischen Lehrern und Schülern bei Facebook. Der Erziehungs- und Bildungsauftrag sei nicht mit dem Geschäftsmodell des sozialen Netzwerks vereinbar. Ist auch besser für die Schüler – schnell wird der eine oder andere mal seinen Standort mitgeteilt haben, obwohl man doch eigentlich krank im Bett liegen sollte.

Die Auszeit der Woche: Bischof mit Zwangspause

Er erhitzte in den vergangenen Wochen die Gemüter: Bischof Franz Tebartz-van Elst. Nun hat Papst Franziskus ein Machtwort gesprochen und den Bischof von Limburg ins Exil geschickt. Während die Kommission die Kosten des heiklen Tebarz-van Elst´schen Bauvorhabens prüft, soll der Bischof seine Ämter ruhen lassen. Mit Milde darf der Gescholtene derzeit nicht rechnen, wie die letzten Wochen gezeigt haben. Nun wird er auch noch zum Werbegag. Der Billigflieger Ryanair wirbt mit günstigen Flügen nach Rom, für alle, die etwas zu beichten haben.

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