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Das Mekka für Werbekunden: RTL-Dschungelcamp zieht erneut große Marken an – für sehr viel Geld

Wer wirbt dieses Jahr beim Dschungelcamp und was wird dafür hingeblättert?

Welche Werbepartner ziehen ab dem 13. Januar ins RTL-Dschungelcamp ein? Marken wie Pick Up, McDonald’s und Rewe wollen im Rahmen des Busch-Wahnsinns werben. Und greifen rund um Ekel-Prüfungen und Gruppendynamik tief in die Marketing-Trickkiste. Vermarkter IP Deutschland verkaufte einen klassischen Werbespot so teuer wie noch nie seit Start im Jahr 2004. Ein Ende der Dschungel-Euphorie ist also nicht zu erkennen.

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Die RTL-Show ist ein medialer Dauerbrenner, eine Art Kult-Show. Von der Klatschspalte bis hin zum Kommentar im Feuilleton – überall wird über das Format, die Teilnehmer oder die Moderatoren hergezogen, gestritten oder gelacht. Während 2010 die Sendung wegen geringer Werbebuchungen ausgesetzt wurde, gehen diese seit 2013 deutlich nach oben. Für Unternehmen kann das Dschungelcamp eine ideale Werbebühne werden.

Ein schwerer Start

Anfänglich, also 2004, mied die Werbeindustrie das millionenschwere Format. Vor allem weil sich kein Lebensmittelkonzern vorstellen konnte, zwischen Ekel-Challenges und Kotzfrüchten die eigenen Produkte zu platzieren. Heute scheint das anders zu sein: Unter den Konzernen für einen 30-Sekunden-Spot, sind viele Unternehmen aus der Lebensmittel- und Autobranche. Die Liste der Marken ist lang: Bahlsen, McDonald’s, RaboDirekt, Momondo, der Kosmetikmarke Manhattan. Dazu die neuen Partner Opel und Seat, das Diät-Programm Weight Watchers und der Handelskonzern Rewe freuen sich auf zahlreiche Kakerlaken, Ratten und Ameisen.

Vermarkter IP Deutschland meldet vor dem Start am 13. Januar nochmals ein gesteigertes Interesse bei den Werbekunden. Obwohl mit mindestens 78.300 Euro für den 30-Sekünder der klassische Werbespot so teuer wie noch nie seit Start im Jahr 2004 ist. Ans Maximum aus dem Vorjahr in Höhe von 131.400 Euro reichen die von IP aufgerufenen Preise allerdings nicht heran – bis zu 126.600 Euro werden dieses Jahr brutto fällig, berichtet W&V. „Das Dschungelcamp ist der deutsche Super Bowl der Sonderwerbeformen“, sagt Lars-Eric Mann, Verkaufsdirektor Solutions bei IP Deutschland. Und das soll man auch in diesem Jahr sehen können. „Zusammen mit unseren teilweise langjährigen Kunden toben wir uns hier jedes Jahr erneut kreativ aus und so entstehen immer wieder aufsehenerregende, mutige Sonderinszenierungen“, so Mann weiter.

Pick up setzt auf Virtual-Reality-Game

Bahlsen, bereits zum sechsten mal in Folge im Rahmen des Busch-Wahnsinns  dabei, setzt auf eine kanalübergreifende Multiscreen-Kampagne. Für den 11. Januar steht in allen App-Stores ein Virtual-Reality-Game in den Startlöchern, in dem die User im Dschungelcamp-Szenario die Keks-Riegel sammeln müssen – das Pendant zu den Sternen der Dschungelprüfungen. „Das Dschungelcamp steht für Spaß und ist damit das ideale Spielfeld, um Neues auszuprobieren“, so Michael Hähnel, Vorsitzender der Geschäftsleitung. „Durch die neue Werbeform wird die Marke als jung, innovativ und sympathisch empfunden“, heißt es bei Bahlsen weiter. Das „Herzstück der Kampagne“ sei aber die TV-Werbung: Tagesaktuelle Framesplits – ein animierter Rahmen, der sich um das Programm legt – sollen erstmals situativ und vertont Bezug auf die absolvierte Dschungelprüfungen nehmen.

Das perfekte Format für neue Werbeformen

Bereits zum dritten Mal dabei ist Fastfood-Riese McDonald’s, der mit dem „Animated Action Move“ ebenfalls eine neue Werbeform ausprobiert: In neun verschiedenen Avatar-Animationen tritt die Produktpalette der Fast-Food-Kette gegeneinander an – eine Anlehnung an die redaktionelle Animation vor dem Werbeblock von „IBES“, in dem die Avatare der Dschungelbewohner im Wettkampf gezeigt werden. Auch mit den Autoherstellern Opel und Seat kann der RTL-Vermarkter namhafte Werbepartner verkünden – letzterer setzt auch auf individuelle Spots, die das Dschungel-Thema aufgreifen sollen. Erstmalig dabei sind Tri Top, die nach 40 Jahren wieder mit TV-Werbung auffahren.

Warum so wichtig für die Branche?

Kaum ein Event hat so hohe Einschaltquoten in der werberelevanten Zielgruppe wie das Dschungelcamp. Bis zu acht Millionen schauen regelmäßig zu, wenn die Camp-Bewohner Prüfungen meistern müssen, ekelige Dinge herunterwürgen und hungern, hungern, hungern. Für einige Unternehmen aus der Ernährungsbranche ist die Sendung gerade deshalb spannend: Zuschauer die mit der Chipstüte vor dem TV hocken und sich notorisch hungrige Kandidaten ansehen, greifen vielleicht im Supermarkt dann auch mal zu einem Pick up.

Schafft es die neue Staffel nicht mehr so müde und ausgelaugt zu wirken wie die letzten zwei Staffeln, gibt es mehr Konfliktpotenzial, mehr Reibereien, vielleicht noch mehr Zuschauer, könnte nächstes Jahr der Preis für eine Werbeplatzierung beim Dschungelcamp wieder wachsen und noch mehr Unternehmen das Format für sich entdecken. Es scheint, als sei der Zenith dieser Show noch nicht erreicht.

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