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Das Internet verändert die Modebranche

„Net-a-Porter“ ist nach Informationen des Handelsblatts ein weltweit erfolgreicher Internet-Shop für Designer-Mode, der in London auch in der Krise der Luxusbranche gute Geschäfte macht. Um Artikel noch besser an die Frau zu bringen, eröffne die amerikanische Gründerin Natalie Massenet zudem eine Outlet-Plattform.

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Als gelernte Stylistin und Mode-Redakteurin habe Massenet für die Branchen-Bibel „Women’s Wear Daily“ sowie Top-Magazine wie „W“ und „Tatler“ gearbeitet und sei bei Recherchen im Internet stets fasziniert gewesen, was es alles gab. Doch ein gutes Shopping-Portal für Frauen fehlte ihrer Meinung nach. Viel beschäftigte Frauen würden wohl lieber bequem von zu Hause einkaufen als sich samstags durch Geschäfte zu quälen. Daher habe sie mit einem Startkapital von 1,3 Millionen Dollar losgelegt und den Online-Mode-Store „Net-a-Porter“ gegründet. Der Erfolg sollte ihr Recht geben, denn der Umsatz habe sich allein zwischen 2006 und 2008 von 21 Millionen auf 55 Millionen Pfund erhöht. Dies sei darauf zurückzuführen, dass Massenet wusste, wie die Branche tickt: „Zuerst dachte ich an ein schickes Online-Magazin mit Shop. Daraus wurde ein Shop mit Magazin.“ Heute habe sie in London und New York die Kreation von 160 Marken auf Lager, darunter Labels wie „Christian Louboutin“ und „Burberry Prorsum“. Zudem würden High-End-Shopperinnen auf Service Wert legen. In London und Manhattan liefere „Net-a-Porter“ daher am selben Tag, überall sonst in 48 Stunden.

Eine gute Idee sei auch gewesen, den Abstand zwischen Modenschau und Kleiderschrank von sechs Monaten auf 48 Stunden zu verkürzen. Das habe Massenet im vergangenen Jahr geschafft, indem die Premiere zur Wiederbelebung des Kultlabels der Studio-54-Ära, „Halston“, auf „Net-a-Porter“ live übertragen und Teile der Kollektion sofort zum Kauf angeboten wurden. Die Internet-Shop-Gründerin sei daher überzeugt, dass das Internet die Modebranche grundlegend verändert. Jede Frau könne heute die Schauen in Paris, New York und Mailand auf „Style.com“ oder „Fashion-TV“ live verfolgen und wolle nicht warten, bis die Kollektionen im Handel sind. Zukunft hätten nach Ansicht von Massenet vor allem Flagship-Stores als Schaufenster der gesamten Kollektion und gut gestaltete Mehrmarken-Läden mit anspruchsvollem Service. Sie selbst habe unter „Outnet.com“ zusätzlich einen Outlet-Store eröffnet. Das sei nicht als Reaktion auf die Wirtschaftskrise aufzufassen, sondern vielmehr als Zeichen zu sehen, dass sie jetzt eine eigene Marke daraus gemacht hätte.

www.handelsblatt.com

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