Suche

Anzeige

„Das Internet ist kaputt“: Ev Williams bedauert Twitters Rolle bei der Trump-Wahl

Ev Williams: Auch der Mitgründer hat die Reißleine bei Twitter-Aktien gezogen © Joi Ito / Wikipedi

Seit nunmehr vier Monaten ist Donald Trump schon US-Präsident – doch das Silicon Valley hat die Wahl des Milliardärs bis heute nicht verdaut. Twitter-Mitbegründer Ev Williams äußerte sich zerknirscht in einem Interview mit der New York Times: "Wenn es stimmt, dass er ohne Twitter nicht Präsident geworden wäre, dann tut mir das sehr leid", bekannte der 45-Jährige, der heute die Blogger-Plattform Medium.com betreibt.

Anzeige

Twitter ist vermutlich das Geheimnis von Donald Trumps erstaunlichem Wahlerfolg. „Ohne die Tweets wäre ich nicht hier“, erklärte der 70-Jährige in einem Interview mit der Financial Times Anfang April seinen Weg ins Weiße Haus.

Der gleichen Meinung war auch Salesforce-CEO Marc Benioff: „Ohne Twitter gäbe es keinen Präsidenten Trump“, bestätigte Benioff Ende vergangenen Jahres auf der Code Enterprise-Konferenz Trumps These.

Ev Williams: Twitters Rolle bei Trumps Wahl zum US-Präsidenten ist eine „sehr schlimme Sache“

Für Twitter-Chef Jack Dorsey ist das Verhältnis von Twitter zum neuen US-Präsidenten zumindest „kompliziert“, auch wenn der 40-Jährige nichts davon wissen wollte, dass Trumps exzessive Verbreitung auf dem 140-Zeichendienst für den Wahlausgang eine Rolle gespielt haben könnte.  „Amerika ist für Donald Trumps Wahlsieg verantwortlich“, hatte Dorsey Ende vergangenen Jahres erklärt.

Deutlich zerknirschter zeigte sich am Wochenende  Twitter-Mitbegründer Ev Williams: „Wenn es stimmt, dass er ohne Twitter nicht Präsident geworden wäre, dann tut mir das sehr leid“, erklärte der 45-Jährige gegenüber der New York Times. Twitters Rolle bei Trumps Wahl zum US-Präsidenten bezeichnete Williams als eine “ sehr schlimme Sache“.

„Ich denke, das Internet ist kaputt“

In der ausführlichen Reportage über den Kampf von Williams strauchelndem Blog-Netzwerk Medium, das im Januar erst 45 Mitarbeiter entlassen musste, äußerte sich der Twitter-Mitbegründer zudem hochgradig frustriert über den Zustand des Webs. „Ich denke, das Internet ist kaputt“, beklagt Williams, der gerade 30 Prozent seiner Twitter-Aktien zu Tiefstkursen verkauft hat.

„Ich dachte, sobald sich jeder frei äußern und Ideen austauschen konnte, führt das zu einer besseren Welt. Ich lag falsch damit“, resigniert der 45-Jährige in Zeiten grassierender Fake News, Twitter-Trollen und Facebook-Selbstmorden.

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

E-Sport-Sektor: P7S1 will von Gaming-Boom profitieren und den Bereich aus der Nische führen

ProSieben.Sat1 erschließt ein neues Geschäftsfeld und drängt auf den E-Sport-Markt. Der Münchener Medienkonzern…

Teil 2 der Reihe „Flop- und Trend-Themen im Marketing“: Von Customer-Centricity über Machine-Learning und Chabots bis hin zu Influencer-Marketing

Im zweiten Teil der Reihe „Flop- und Trend-Themen“ reden die Experten über die…

YouTube-Ranking 2018: Welche Marken in diesem Jahr besonders stark gewachsen sind

Wer hat die größte organische Reichweite auf Youtube? Dieser Frage ist die RTL-Group-Tochter…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige