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Das Bewegtbild liebt die Linearität

Der TV-Wirkungstag gestern hat es zu Tage gefördert: Die berühmten Lagerfeuer lodern noch. Es gibt sie nämlich, die TV-Events, bei denen sich ein Millionenpublikum vor dem Fernseher versammelt, um das Sportevent (WM 2014!), die Spielshow oder auch einen Tatort als Zuschauer mit zu erleben. Fernsehen bleibt ein zentraler Punkt im Alltag der Menschen. Das zeigt auch eine Studie im Auftrag der Gattungsinitiative Wirkstoff TV von Ipsos. Immerhin wurden 1.500 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren befragt.

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Ein Kommentar von Christian Thunig

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: 98 Prozent aller deutschen Haushalte haben ein TV-Gerät im Wohnzimmer, 96 Prozent der Deutschen schauen täglich fern, für 72 Prozent ist der Fernsehen der zentrale Punkt in der Wohnung. Und 94 Prozent schauen TV-Sendungen vor allem linear, die zeitversetzte Nutzung von TV ist auf allen Geräten noch sehr gering. Die Linearität wird uns also auch in Zukunft noch lange erhalten bleiben. Denn die Entlastungsfunktion, die das Hirn braucht, greift in jeder Lebenslage. Das gilt für Marken, wo sich Menschen maximal zwei pro Kategorie merken, nämlich die führende und den Verfolger, ebenso wie für TV-Sender, wo jeder, der sich kritisch prüft, auch eher zwei statt fünf Anstalten im eigenen Relevant Set vorfinden wird.

Autopilot drängt sich in Entscheidungsfindung

Das Gleiche gilt übrigens für das fertige Fernsehprogramm oder für Sendeschemata an sich, die täglich Vorschläge unterbreiten; eine nicht zu unterschätzende Hilfe im Alltag. Denn das schier uferlose Meer der Möglichkeiten an Bewegtbild überfordert nicht selten. Das größte Drama bricht in Familien aus, wenn ein Filmabend ansteht, denn die Auswahl an Angeboten, egal über welchen Anbieter, ist entscheidungshemmend.

Nicht umsonst erfreut sich die Forschung zum impliziten Entscheidungssystem des Menschen immer größerer Beliebtheit.
Genau dieser Forschungszweig beruht auf der Erkenntnis, dass wir implizit und eher by the way ohne viel Anstrengung Entscheidungen treffen – eben auf Autopilot. Wenn man uns zum Programmchef macht, ist das eher mit Stress verbunden.

Das heißt nicht, dass alle immer genau auf einen Sendezeitpunkt warten, aber das TV-Programm vermittelt zumindest hier und da das Gefühl, etwas verpasst zu haben – und dann schauen Menschen die „Heute Show“ auf Youtube. Das, was wir in Social-Media-Kanälen schauen, kommt häufig aus der Linearität, auch wenn bei wachsendem Bewegtbild-Angebot insgesamt natürlich die Zuschauer-Anteile immer stärker fragmentieren.

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