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Controller erachten Mix aus Kostenreduktion und Investitionen notwendig

Im Krisenmanagement wird verbreitet versucht, einseitiges Kostensenken alten Musters zu vermeiden. Gefragt sind stattdessen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch, wie eine Umfrage zur „Rolle der Controller in der Wirtschaftskrise“ des Internationalen Controller Vereins (ICV) zeigt. Zugleich herrsche bei Controllern wie Managern jedoch hochgradige Verunsicherung, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen.

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„Diese wuchtige Wirtschaftskrise ist auch die Stunde nachhaltigen Controllings und intelligenten Kostenmanagements; nicht allein der reinen Cost-Cutter“, erklärt Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender des ICV und CEO der Hansgrohe AG. Informationen der mit mehr als 6000 Mitgliedern in zwölf Ländern größten europäischen Organisation der Controlling-Praktiker zufolge bewegt Führungskräfte aller Branchen und Unternehmensgrößen besonders die Frage, wie man auf einen derart dynamischen Abschwung reagieren kann. Aus Sicht des modernen, nachhaltigen Controllings sei es für die erfolgreiche Zukunft eines Unternehmens entscheidend, einen Mix aus intelligenter Kostenreduktion, die erbrachte Aufbauleistungen nicht auf lange Sicht in Frage stellt oder gar zerstört, und strategischen Investitionen zu finden.

So habe sich die Mehrheit der befragten Unternehmen dafür ausgesprochen, auf der Kostenseite Maßnahmen bei Personal und Lieferanten ins Zentrum zu stellen. Beispielsweise genössen dauerhafte Lieferantenbeziehungen Vorrang vor Nachverhandlungen um jeden Preis. „In Preisverhandlungen steigt man nur dort ein, wo die Lieferanten im extremen Aufschwung der letzten Jahre und den damit verbundenen Lieferengpässen ungerechtfertigte Preiserhöhungen durchgesetzt haben“, sagt Gänßlen. Im Personalbereich sollen vor allem Möglichkeiten zur Flexibilisierung beziehungsweise Übertragung der Kosten auf andere ausgeschöpft werden, um grundlegendes Know-how im Unternehmen zu halten. Demnach begriffen viele Manager Kurzarbeit als ein wichtiges Instrument, um Anpassungen an die Auftragslage vorzunehmen. Auf der Marktseite arbeite die Mehrheit der Controller zudem an Maßnahmen, die häufig mit Investitionen verbunden sind. Dazu zählen das „Insourcing“ von Aktivitäten, die aus Kapazitätsmangel in der Wachstumsphase an Fremdfirmen vergeben worden sind, die Beschleunigung des „Time to Market“ von neuen Produkten und Innovationen, die Stärkung der Vertriebstätigkeit oder der Eintritt in Nischen, deren Bearbeitung in Wachstumszeiten als nicht attraktiv genug galt.

www.controllerverein.com

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