24.04.2012
Ist die Foodwatch-Kritik an Nestlé-Bildungsangeboten in Grundschulen berechtigt?
Umgeht der Lebensmittelkonzern Nestlé den selbst auferlegten Verzicht auf Markenkommunikation in Grundschulen, wenn er Wettbewerbe zu gesunder Ernährung und Bildungsinitiativen an eben diesen Schulen unterstützt? „Ja“, sagt der Gründer und Geschäftsführer von Foodwatch, Thilo Bode, und wirft Nestlé genau dies in einem offenen Brief vor. „Nein“, entgegnet der Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG, Gerhard Berssenbrügge. Die Bildungsangebote würden von unabhängigen Partnern organisiert und seien frei von jeglicher Produkt- oder Markenwerbung. „Eine klare Beurteilung ist schwierig“, erklärt Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Leiterin des Lehrstuhls für Marketing an der Universität Siegen. Die Unternehmen bewegten sich bei ihrem gesellschaftlichen Engagement auf einem schmalen Grat.
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