08.12.2011

Mobile Marketing

Treue zur Smartphone-Marke steigt mit Zahl der genutzten Apps

90 Prozent der Deutschen, die über 16 Jahre alt sind und das Internet nutzen, besitzen nach Informationen des Marktforschungsinstituts Nielsen mindestens ein Handy. Der Smartphone-Anteil bei diesen Mobiltelefonen liege derzeit bei 30 Prozent – Tendenz steigend. Auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Smartphones veröffentlicht und betont, dass deutsche Nutzer dieser Geräte markentreu sind. Wer sich an die Bedienung gewöhnt hat, greife bei einer Neuanschaffung gerne zum gleichen Typ. Markenloyalität und technische Aspekte seien somit für deutsche Smartphone-Nutzer die wichtigsten Gründe, nicht zu wechseln.

Der Nielsen-Studie zufolge wissen mehr und mehr Konsumenten in Deutschland die Features eines Smartphones zu schätzen. Dabei sind die Smartphone-Nutzer im Vergleich zur Allgemeinheit der mobilen User jünger (53 Prozent unter 35 Jahre), besitzen einen Handyvertrag (72 Prozent), haben ein höheres Haushaltseinkommen (32 Prozent über 50 000 Euro) und sind eher männlichen Geschlechts (61 Prozent). Die höchsten Marktanteile entfallen auf Nokia (25 Prozent) und Apple (23 Prozent), gefolgt von Samsung (15 Prozent) und HTC (14 Prozent). In Bezug auf Lieblingsmarkengeräte der Smartphone-Nutzer besitzt Apple (24 Prozent) die größte Fangemeinde. Android hält mit einem Marktanteil von 30 Prozent die Spitze unter den Smartphone Betriebssystemen in Deutschland, dicht gefolgt von Symbian mit 29 Prozent und iOS mit 23 Prozent.

Die internationale Studie der GfK untersucht, welche Wirkung verschiedene Aspekte wie Markentreue und das Nutzungserlebnis (User Experience) auf die Kaufentscheidung bei einem neuen Smartphone haben. In der Untersuchung zeigen sich klare Unterschiede zwischen den Verbrauchern, die in den fünf größten westeuropäischen Ländern sowie Brasilien, China, Japan und den USA befragt wurden. In Deutschland wird eine Veränderung der Plattform von ähnlich vielen Befragten (zehn Prozent) als sehr schwierig empfunden wie der Wechsel der Hausbank oder des Versicherungsanbieters. Ein knappes Drittel der deutschen Smartphone-Nutzer begründet dies mit der Tatsache, dass sie dann ihre Daten wie Filme, Musik, Bücher und die genutzten Apps auf das neue Betriebssystem übertragen müssten. Im internationalen Vergleich erreicht dieser Aspekt nur 28 Prozent. Der Verlust individuell am Smartphone vorgenommener Einstellungen, dazu zählen eingerichtete Accounts für E-Mail oder Facebook, hält etwas über ein Viertel der deutschen Nutzer vom Modellwechsel ab. Wichtigster Hinderungsgrund für deutsche Smartphone-Nutzer ist jedoch die Markenbindung. Insgesamt 35 Prozent der Befragten geben an, dass sie andere Smartphones einfach nicht mögen. Im internationalen Durchschnitt votieren gerade einmal 18 Prozent für diese Option.

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