18.01.2011

Online-Marketing-Strategie

Studie erläutert aktuelle digitale Trends

Die Aufsplitterung des Internets wird sich in diesem Jahr fortsetzen, denn klassisches Internet-Surfen verliert weiter an Bedeutung. Markenhersteller werden nach Erkenntnissen der Futures Group des internationalen Marktforschungsunternehmens Millward Brown nicht umhin kommen, ihre Online-Aktivitäten präziser auszurichten als bisher. Insbesondere Applications und Facebook-Marketing sind der Analyse „Digital Predictions 2011“ zufolge wichtige Trends, die in diesem Jahr die digitale Welt beeinflussen werden.

Apps und Fanpages stehen laut Studie hoch im Kurs, weil sie einfach zu realisieren sind und weil sich die Verbraucherinteraktionen gut nachvollziehen lassen. Darüber hinaus müssten zunehmend individuelle Apps für die einzelnen Plattformen entwickelt werden, um Konsumenten auf allen relevanten Kanälen erreichen zu können. Dr. Bernd Büchner, Geschäftsführer von Millward Brown Deutschland, rät Marketingverantwortlichen daher, unmissverständlich klar zu machen, ob sie mit einer Online-Aktivität den Verkauf fördern oder die User involvieren wollen. Es sei für viele Unternehmen sinnvoll, auf Twitter oder Facebook andere Angebote zu präsentieren als auf der eigenen Website.

Online-Shopping werde auch im Jahr 2011 stark zunehmen, denn in vielen Ländern reagierten Konsumenten bereits begeistert auf die Offerten von Rabattanbietern. Dieser Trend werde sich fortsetzen. In Großbritannien werde die Bedeutung von Mobile-Shopping-Apps wachsen, während Indien ein Boom der Online-Reisebuchung bevorstehe. Neue Formate erwartet das Forschungsunternehmen für Online-Anzeigen, denn Marketingverantwortliche würden häufiger versuchen, in Anzeigen mit interaktiven Features Botschaften zum Markenaufbau zu platzieren. Populäre Formate seien „Double-Teaming“ (mehrere Formate werden auf einer Seite kombiniert), „Social Titbits“ (etwa der Ausschnitt eines Twitter Feeds) oder „Slide-Up”-Formate, die mit kleinen Bildanreizen Aufmerksamkeit gewinnen, um schließlich größere Teile des Bildschirms einzunehmen.

Zu einem Schlüsselkriterium für den Erfolg der Kommunikation entwickeln sich der Studie zufolge virale Videos. Virales Potenzial zu entfalten, sei fester Bestandteil digitaler Kampagnenplanung. Aktuelle Methoden zur Messung des prognostizierten und tatsächlichen Erfolgs viraler Maßnahmen erlaubten eine bessere Planung und ein genaueres Monitoring. Ein starkes Wachstum wird zudem der Online-Video-Werbung vorausgesagt. Analysen von Dynamic Logic hätten ergeben, dass neu aufgelegte TV-Spots den Bekanntheitsgrad einer Marke steigern können, dass Internet-Videos jedoch mehr Einfluss auf die Meinungsbildung haben. Hinsichtlich Mobile Marketing sagen die Experten voraus, dass die Budgets für diese Werbeform ebenfalls deutlich angehoben würden.

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